Touri-Spaß auf Langkawi

Baumhaus
Baumhaus

Zugegeben: Ich wollte nicht nach Langkawi. Weil Schnorcheln, Tauchen und Einkaufen nicht meine Hobbys sind, und man sonst hier ja nicht viel machen kann. Aber: Schien der Süden des Landes sehr abweisend und kühl, was die Architektur anbelangt, ist hier alles ganz putzig. Niedrige Häuschen aus Holz auf Pfählen, jede Menge netter Restaurants und Cafés, viele Agenturen, die für Touris Ausflüge anbieten.

Wir haben uns für Inselhopping entschieden, also mit einem Boot von einer Insel zur anderen fahren. Auf der ersten Strecke saßen wir ganz vorn und ich bin fast vor Angst gestorben, dass ich ins Wasser fallen könnte, denn der Bootsführer raste wie vom wilden Affen gebissen. Zum Glück hatten wir Rettungswesten an, und überdies die Kameras gut verpackt, denn wir wurden von Kopf bis Fuß durchweicht von hereinspritzendem Wasser. Es ist nämlich zusätzlich ausnahmsweise recht stürmisch. Unser erstes Ziel war ein von der UNESCO ausgezeichneter Naturpark auf dem Affen leben. Dann haben wir noch Seeadler gesehen und waren an einem herrlichen Strand. Interessant zu sehen, wie die Muslime baden: komplett angezogen, die Männer und die Frauen, nur die Schuhe fehlen.

Dass wir hier noch ein Zimmer bekommen haben, ist allerdings echt Glück. Den hier findet die zweijährliche Luftfahrt- und Marina-Ausstellung statt, und die Insel ist voll. Trotzdem hat’s geklappt, wir haben in einem Mittelklasseressort ein Baumhaus mit Strandblick bekommen.

Tag 20: Langkawi

Heute wollten wir mit einer Seilbahn auf einen etwa 600 Meter hohen Berg fahren. Hat leider nicht geklappt, weil auf dem Gipfel Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern waren. Stattdessen sind wir 600 Stufen zu einem Wasserfall hoch gestiegen. Nachdem wir uns von dieser Strapaze erholt hatten, haben wir Reisfelder besichtigt und dabei eine Menge über dieses Nahrungsmittel gelernt. Aber auch über viele andere Pflanzen und Kräuter, die in Europa mehr oder weniger bekannt sind: Citronella gegen Moskitos, Lemongras um Essen gut riechen zu lassen, Ylang-Ylang wird für Massage benutzt – und noch viele andere Kräuter mehr. Das Interessante: Während wir in Deutschland gegen Kopfschmerzen, Husten oder Menstruationsbeschwerden Pillen aus der Apotheke schlucken, hat der Malaie gegen jede Beschwerde in seinem Kräutergarten das richtige Pflänzchen stehen. Vermutlich sind die Stoffe dieser Pflanzen auch in unseren Tabletten drin. Allerdings werden sie uns für teures Geld verkauft. (Jörg Düspohl)

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