Besuch im NRW-Landtag in Düsseldorf

Plenarsaal
Plenarsaal

„Die da oben“ heißt es oft, und gemeint sind damit die Politiker, die scheinbar abgehoben vom Volkes Willen machen, was sie wollen. Doch so einfach ist es in unserer Demokratie nicht: Das Volk wählt. Und damit bestimmen wir auch, wer „da oben“ diskutiert und zum Wohle des Volkes Entscheidungen trifft. Das bedeutet aber auch: Als Bürger hat man durchaus eine Pflicht, sich zu informieren. Denn wie könnte man sonst bei einer Wahl die richtige Entscheidung treffen?

Einen guten Einblick in die Arbeit der Politiker bekommt man beispielsweise im NRW-Landtag in Düsseldorf, direkt am Rhein gelegen. Wir kommen an einem Samstag eher zufällig vorbei. Und genau so zufällig sehen wir das Schild, dass an diesem Tag ein Besuch des Landtags möglich ist. Da wir noch eine Stunde Zeit haben, gehen wir hinein und schauen uns um: Im Besucherzentrum gibt es multimediale und interaktive Stationen. Hier lernt man beispielsweise, dass es gar nicht so einfach für eine Abgeordnete ist, in ihren Wochenterminplan noch fünf weitere Termine zu packen, denn alles hat seine Zeit.

Runder Plenarsaal als Zeichen für Demokratie

Wir werfen auch einen Blick in den Konferenzraum, in dem die Presse regelmäßig informiert wird. Und wir gehen ein Stück durch die Flure der CDU- und der SPD-Abgeordneten. Am Plenarsaal stoßen wir zu einer Führung. Der Mann erzählt mit Inbrunst davon, was in diesem Raum passiert, erklärt, warum der Raum rund ist, sagt, was Politikern erlaubt und was verboten ist, und er schafft es in kurzer Zeit, mich für das Thema Landespolitik zu begeistern. Das geht soweit, dass ich mir im Anschluss den Newsletter Landtag intern bestelle, denn ich finde es wichtig, als Bürger zu wissen, was diskutiert wird.

Wer sich den Düsseldorfer Landtag selbst einmal ansehen möchte, kann das ganz einfach machen. Denn Bürger sind an fast allen Wochenenden im Jahr willkommen, und das ohne Anmeldung. Eintritt kostet das Ganze natürlich auch nicht – schließlich wird die Politik durch Steuergelder finanziert. Wenn Ihr also noch nicht wisst, was Ihr am Sonntag machen sollt, dann schaut Euch doch einfach einmal an, wie „die da oben“ eigentlich so arbeiten.

Übrigens ist es auch recht einfach, auf Bundesebene einen Blick hinter die Politik-Kulissen zu werfen.

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