Wo Ihr in Berlin der großen Politik ganz nah kommt

Reichstag
Reichstag

Die Zeiten sind längst vorbei, in denen man sich einfach in die lange Schlange auf den Stufen des Reichtags eingereiht hat, um ohne Anmeldung die Kuppel zu besichtigen. Heute ist eine Voranmeldung notwendig, und erst, wer durch die Sicherheitskontrolle ist, darf das Gebäude betreten, in dem die deutsche Politik gemacht wird. Der Besuch lohnt sich nicht nur wegen der Architektur und wegen des tollen Blicks aus der Kuppel auf Berlin – er steht auch jedem Deutschen kostenfrei zu, denn schließlich wird die Politik von den Steuern der Bürger bezahlt.

Architekturführungen durch die politischen Häuser

Während viele Berlin-Besucher wissen, dass sie die Kuppel des Reichtags besichtigen können, ist nicht so bekannt, dass es spezielle Architekturführungen durchs Parlamentsviertel beziehungsweise durch einige Gebäude dort gibt. Ich finde sie absolut sehenswert. Das Gute daran: Die Führungen sind ebenfalls kostenlos – schließlich wurden auch diese Gebäude mit Steuergeldern gebaut. Allerdings muss man sich vorher zu einer Führung anmelden – und viele sind lange im Voraus ausgebucht. Mehr Informationen gibt es beim Besucherdienst der Bundesregierung und beim Besucherdienst des Deutschen Bundestages.

Ausstellung im Deutschen Dom in Berlin
Ausstellung im Deutschen Dom

Ebenfalls kostenlos ist übrigens die Ausstellung zum Thema Demokratie und Parlamentarismus im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt. Und auch durch die Parteizentralen der SPD, also durch das Willy-Brandt-Haus, sowie der CDU, dementsprechend durch das Konrad-Adenauer-Haus, sind Führungen möglich.

Zu Tisch in den Nordischen Botschaften

Während die Botschaften von Großbritannien, Frankreich und den USA mit Bollern und Sicherheitsmännern ziemlich abgeschottet sind, kann man in die Nordischen Botschaften einfach so hineinspazieren – und dort sogar in der Kantine zu Mittag essen. Das ist nicht teuer, schmeckt auch ganz gut – allerdings ist es dort oft ziemlich voll.

Oder soll’s lieber ganz Europa sein? Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments ist in der Nähe des Brandenburger Tors – und ebenfalls für Besucher geöffnet.

Falls Ihr eher in Düsseldorf als in Berlin seid: Ein Besuch des NRW-Landtags lohnt sich auch.

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