Im Peters am Hahnentor hat die Kölner Kultband Die Höhner ein exklusives Wohnzimmerkonzert gegeben – weniger klassischer Bühnenauftritt als vielmehr Brauhaus-Abend mit Freunden. Für die Brauerei war der Auftritt Teil einer strategischen Kooperation. Symbolischer Höhepunkt des Abends: die Übergabe eines überdimensionalen Bierdeckels mit Bezug zum diesjährigen Hit „Gisela“.
Den Musikern ganz nah
Eingeladen waren ausschließlich Gewinnerinnen und Gewinner von Social-Media-Aktionen der Band und der Brauerei. Etwa die Hälfte der Gäste kam aus Köln, einige waren über 100 Kilometer gefahren – eine Frau kam sogar aus dem Allgäu.
Ich denke, für sie hat sich die Reise gelohnt. Denn selbst für mich war dieses Wohnzimmerkonzert ohne aufwändige Technik unerwartet nah und persönlich. Und das, obwohl ich schon seit 26 Jahren in Köln lebe und die Höhner oft live gesehen habe. Das Wohnzimmerkonzert war ein ziemlich einzigartiges Erlebnis – für die Frau aus dem Allgäu vermutlich genau so wie für mich.


Die Musiker spielten mitten im Raum, zwischen Tischen und Kölschgläsern. Mitsingen war ausdrücklich erwünscht. Neben „Gisela“ gab es eine Mischung aus „Schenk mir heut Nacht dein ganzes Herz und bleib bei mir“, „Ich ben och ne Räuber, leeve Pitter, ben ne Räuber durch un durch“, „Nimm mich su wie ich ben, einfach su wie ich ben“ und natürlich „Da simmer dabei, dat is prima. Viva Colonia!“. Wenn ihr jetzt einen Ohrwurm habt, könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie es mir nach diesem entzückenden Konzert geht.
Wichtige politische Botschaft der Höhner
Dabei legen die Höhner großen Wert darauf, nicht ausschließlich als Karnevalsband wahrgenommen zu werden. Schließlich singen sie auch über ernste Themen, und die gesellschaftlich-politische Lage liegt ihnen am Herzen. Patrick Lück, seit 2021 Sänger der Band, betonte, sie stünden für Toleranz und gegen Rechts. „Wichtig ist, optimistisch zu bleiben, denn alles andere macht ja keinen Sinn“, so Lück.
Zwischen den Stücken beantwortete er geduldig Fragen aus dem Publikum. Wer dabei war, weiß jetzt, dass die Schuhgrößen der Bandmitglieder angeblich zwischen 33 und 45 liegen und dass Lück am liebsten selbstgemachte Pizza isst. Der Teig, so der Sänger, gelinge im Thermomix perfekt, gebacken werde er auf einem Pizzastein. Am Peters Kölsch mag er die Ploppflasche und den Malzgeschmack. Und nein, er kann nicht alle 500 Stücke auswendig, die in den 54 Jahren seit der Bandgründung entstanden sind.
Unterm Strich bleibt ein Erlebnis. Nähe als Differenzierungsmerkmal in einer Zeit, in der sich vieles digital reproduzieren lässt. Dieses hier nicht.
Geladen waren ausschließlich Gewinnerinnen und Gewinner von Social-Media-Aktionen der Band Die Höhner und der Brauerei Peters Kölsch. Etwa die Hälfte der Gäste kam aus Köln, einige reisten über 100 Kilometer an – eine Besucherin sogar aus dem Allgäu
Anders als bei klassischen Bühnenauftritten spielten die Höhner mitten im Raum zwischen Tischen und Kölschgläsern – ohne aufwändige Technik und mit ausdrücklicher Einladung zum Mitsingen. Neben dem aktuellen Hit „Gisela“ gab es Klassiker wie „Schenk mir heut Nacht dein ganzes Herz“, „Ich ben och ne Räuber“ und „Da simmer dabei“. Zwischen den Stücken beantwortete Sänger Patrick Lück persönliche Fragen aus dem Publikum.
Die Höhner möchten nicht ausschließlich als Karnevalsband wahrgenommen werden. Sie greifen auch ernste Themen auf und positionieren sich gesellschaftlich klar: Sänger Patrick Lück betonte beim Konzert, dass die Band für Toleranz und gegen Rechts stehe. Sein Leitgedanke: „Wichtig ist, optimistisch zu bleiben, denn alles andere macht ja keinen Sinn.“
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