In Hamburg in der Hafencity

Wie das eben so ist mit neuen Stadtvierteln: Die einen finden sie schrecklich, die anderen toll. Da macht die Hafencity in Hamburg keinen Unterschied. Ich habe einer echten Hamburgerin erzählt, dass wir dort den ganzen Samstag verbracht haben, und sie war entsetzt: Da sei doch nichts los! Und überhaupt träfe man dort nur Touristen oder Reiche! Das sei doch alles ganz schrecklich da! Ich, Touristin in der Hansestadt, fand das gar nicht. Im Gegenteil: ich hatte dort einen recht netten Tag.

Baustelle
Baustelle

Der fing zugegebenermaßen erst an einem Samstagnachmittag an. Da erreichten wir nämlich vom Baumwall kommend zu Fuß unser Hotel, das Ameron in der ehemaligen Kaffeebörse. Von dort gingen wir los: Zunächst auf die Magellan-Terrassen, eine Kleinigkeit essen. Dann weiter zum Unilever-Haus. Nicht, dass ich dort einkaufen wollte, aber es ist schon interessant im Supermarkt zu sehen, was alles zu dem Konzern gehört. Dort gab es außerdem einen kleinen Desgin-Markt, der mich aber ehrlich gesagt nicht besonders beeindruckt hat.

Schon viel geschafft

Von dort gingen wir über die Marco-Polo-Terrassen. Hier steht noch der Info-Pavillon zur Elbphilharmonie. Außen sind Rohre angebracht, aus denen Vorbeigehende Musik hören, innen kann man einen Blick in ein Modell der Philharmonie werfen. Schließlich gingen wir über den Dalmann-Kai bis zur echten Elbphilharmonie. Sie wird Anfang 2017 eröffnet. Ich finde es schon spannend, wie auf diesem Weg moderne Architektur mit alten Elementen verbunden wurde. Weiter ging unser Weg zum HafenCity Info Center. Dort steht ein Modell der Hafencity, an dem man sehr gut ablesen kann, wie viel und was noch alles gebaut werden wird. Man hat schon viel geschafft – aber es gibt noch einiges zu tun.

Am Kaiserkai ist einer meiner neuen Lieblingsorte: das Meßmer Momentum. Wir saßen auf einer Terrasse am Wasser und wälzten ein dickes Tee-Menü. Dazu gab es Gebäck oder Scones. Und zum Abschluss bekommt jeder Gast ein Schächtelchen, mit der sich im Meßmer Shop drei Teebeutel umsonst auswählen darf. In der Hafencity sind übrigens auch das Gewürzmuseum und das Miniaturwunderland. Besonders für letzteres sollte man sich Karten vorher im Internet reservieren, denn die Schlangen und Wartezeiten können sehr lang sein!

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Nach einem Päuschen im Hotel aßen wir am Dalmannkai in einer Pizzeria zu Abend – und bummelten über den Überseeboulevard und die umliegenden Straßen zurück zum Hotel. Dort gab es das zweite Highlight des Tages: ein Rum-Schokoladen-Tasting mit Rumsorten aus Guatemala, Mexiko, Jamaika und Kuba. Das war ganz hervorragend.

Laufrunde durch die Hafencity

Bei einem weiteren Besuch in Hamburg waren wir in Hammerbrook untergebracht, das ist etwa einen Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt. Von dort kann man bis in die Hafencity schauen – und auch laufen. Dazu muss man allerdings am Großmarkt vorbei und über eine Brücke. Dann ist man schon recht nah. Von dort lässt sich die Hafencity gut erschließen, und aufgrund der vielen Brücken kann das sogar ein recht fordernder Lauf werden.

Hafenrundfahrt gehört dazu

Wasser unterm Kiel
Wasser unterm Kiel

Mit Hamburg verbinden wir natürlich auch den Hafen mit seinen riesigen Containerschiffen. Darum gehört zumindest bei gutem Wetter eine Hafenrundfahrt in Hamburg zum Besuch dazu. Es gibt Angebote von verschiedenen Veranstaltern, zu unterschiedlichen Themen und Preisen. Die Fahrt durch den Containerhafen finde ich persönlich aber schon sehr interessant: So riesige Schiffe sieht man in Köln in der Regel nicht. Ganz toll ist übrigens die Lichterfahrt durch den Hafen.

Literaturtipp: Wenn ich in anderen Ländern oder Städten bin, lese ich gerne Bücher, die thematisch dazu passen. Zu einer großen Hafenrundfahrt passt wunderbar das Buch Seeluft von Friedrich Dönhoff. Es ist ein Krimi, Untertitel: Ein Fall für Sebastian Fink. Obwohl ich schon sehr früh eine Ahnung hatte, wer der Mörder sein könnte, habe ich es bis zum Ende nicht ernsthaft herausgefunden. Mir fehlte einfach eine wichtige Verbindung. Das Buch macht übrigens sehr nachdenklich.

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