Der erste Morgen in einer Ferienwohnung

Morgensonne in der Ferienwohnung
Morgensonne in der Ferienwohnung

Mit Ferienwohnungen verbindet mich eine Hassliebe. Trotzdem gibt es Situationen, in denen sie ausgesprochen praktisch sind. Beispielsweise, wenn man Urlaub auf einer kleineren Insel macht: Dort ist ein Ortswechsel und somit auch ein Wechsel der Übernachtungsmöglichkeit nicht sinnvoll. Eine Ferienwohnung als Basis, von der aus man seine Ausflüge macht, kann da eine gute Lösung sein.

Bei der Wahl der Ferienwohnung spielt die Lage eine ganz besondere Rolle:

  • Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe? Einen Bäcker? Vielleicht auch einen Supermarkt?
  • Sind Restaurants und Bars in fußläufiger Entfernung, oder muss man abends immer noch fahren?
  • Kann man in der Nähe parken?
  • Wie weit ist es zum Flughafen – für den Fall, dass man spät ankommt oder früh los muss?

Bei unserer Ferienwohnung auf Mallorca hatten wir unpraktische Flüge. Das lag allerdings daran, dass ich am Anreisetag noch arbeiten und am Rückflugstag früh zurück sein musste. Unsere Ferienwohnung in Font de Sa Cala war eine gute Stunde vom Flughafen in Palma entfernt. Der Flug hatte eine Stunde Verspätung – wir waren gegen Mitternacht in der Wohnung. Außer einer angebrochenen Rolle Klopapier gab es dort nichts: kein Wasser, nichts zu essen, keine Streichhölzer, um den Gasherd anzuzünden. Aber wir hatten Glück: Obwohl der nächste Tag ein Sonntag war, öffnete der Supermarkt um halb acht. Wir kauften für rund 35 Euro ein: sechs Liter Wasser, Kaffeepulver, Toilettenpapier, eine Gurke, eine Paprika, eine Avocado, Chorizo und Serrano-Schinken, Mandelcreme und Orangenmarmelade sowie Brot, Milch und Saft. Ein zweites Mal ging ich los, weil wir kein Feuerzeug hatten, um den Gasherd anzumachen.

Allerdings war der Supermarkt keine fünf Minuten zu Fuß entfernt von der Wohnung – insofern sind das nur Anlaufschwierigkeiten. Natürlich könnte man theoretisch die wichtigsten Utensilien auch von zuhause mitbringen. Aber wenn eine Flasche Wasser im Koffer kaputt geht, ist der Schaden deutlich größer als der gewonnene Nutzen. Ich bin da etwas vorsichtig, nachdem einmal eine Dose Kölsch, ein Mitbringsel für Freunde im Ausland, im Koffer ausgelaufen ist. Mein Tipp wäre darum eher der, sich Flüge zu suchen, die besser liegen als unsere. Dann hat man vor Ort mehr Zeit, den ersten Tag zu organisieren.

Und um den letzten Tag besser genießen zu können, haben wir einen Tag früher die Ferienwohnung verlassen. Stattdessen haben wir ein günstiges Hotelzimmer in Ca’n Pastilla, in Flughafennähe also, gebucht. Das Auto haben wir einen Tag früher abgegeben und dafür eine kleine Gutschrift erhalten. Mit dem Bus waren wir dann einige Stunden in Palma, und zum Flughafen haben wir morgens ein Taxi genommen.

Wir waren als Protagonisten für den ARD Markencheck Mallorca in Sa Font de Sa Cala.

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