DB Lounge: Oase im Chaos

Zeitungen, Zeitschriften und eine Abfahrttafel
Zeitungen, Zeitschriften und eine Abfahrttafel

Manchmal bin ich echt blöd: Seit Jahren bin ich BahnCamfort-Kundin, weil ich die meisten meiner Reisen mit dem Zug mache. Da kommen im Jahr einige Kilometer zusammen. Wer diesen Status erreicht hat, darf wie die 1.-Klasse-Fahrer in der DB Lounge auf seinen Zug warten. Das wusste ich zwar, gemacht habe ich es trotzdem nie. Stattdessen habe ich manchmal lange Wartezeiten auf lauten und wuseligen Bahnsteigen verbracht, mir Kaffee oder ein Kaltgetränk gekauft, eventuell auch eine Zeitschrift, und oft auch noch mindestens einen Euro für den Gang zur Toilette bezahlt. Jetzt weiß ich es besser.

In Ruhe arbeiten
In Ruhe arbeiten

Ich war nämlich bereits um 10.30 Uhr mit einem Termin in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs durch. Mein Zug sollte um 13 Uhr gehen. Ich hätte also gute zwei Stunden durch die Fußgängerzone schlendern können, wozu ich keine Lust hatte. Alternativ hätte ich natürlich auch nach Hause fahren können, dann hätte ich dort eineinhalb Stunden gehabt, um einen Kaffee zu trinken – und wieder zum Bahnhof zurückzufahren. Auch unpraktisch. Also beschloss ich, in die DB Lounge zu gehen. Ich staunte nicht schlecht, als sich die Schiebtür öffnete, nachdem ich geklingelt hatte: Ausgesprochen bequem rote Sessel stehen dort an der Wand oder in Gruppen um niedrige Tischchen. Ein Zeitungsregal bot mir Zeitschriften und Tageszeitungen an. Aus der Kaffeemaschine gab’s Heißgetränke. Ich holte mir lieber eine kalte Cola. Und schließlich gibt es dort auch noch richtige Arbeitsplätze mit Steckdosen und Glasscheiben, die dem dort sitzenden ein bisschen Privatsphäre garantieren.

In Ruhe arbeiten

Hinzu kommt: Obwohl einige kleine Kinder in der Lounge waren, war es dort um ein Vielfaches ruhiger als in dem wuseligen Bahnhof. Ich habe dort sehr konzentriert die Unterlagen durchgearbeitet, die ich dabei hatte, und schließlich auch noch eine Zeitschrift gelesen, die neu für mich war. Von meinem Aufenthalt war ich so begeistert, dass ich mir direkt auch die DB Lounge am Düsseldorfer Hauptbahnhof angesehen habe: Die ist zwar viel kleiner als in Köln und leider auch gut versteckt, bietet aber den selben Service. Leider gibt es die Lounges nicht überall, zumindest aber in den großen Bahnhöfen.

Zug fahren muss nicht unbedingt teuer sein

Wer besonders früh oder sehr spät mit der Reiseplanung dran ist und überdies flexibel, der kann übrigens oft zum Schnäppchen-Preis mit dem Zug fahren. Auch sonst könnt Ihr Tickets günstiger kaufen – bei meinem Kunden AKTIV verrate ich, wie das geht.

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