Bayern: Roadtrip zu den Oberbayrischen Seen

Zu den oberbayrischen Seen gehört auch der Staffelsee. Dort liegt Murnau und das Blaue Land
Zu den oberbayrischen Seen gehört auch der Staffelsee. Dort liegt Murnau und das Blaue Land

So viele Seen gibt es im Süden von Bayern! Das war mir nicht klar, bis wir unseren Roadtrip buchten. Zugegeben: Er hat in Baden-Württemberg am Bodensee begonnen. Aber von dort ist es nicht mehr weit bis Lindau. Und diese Stadt liegt zwar auch am Bodensee, aber schon in Bayern. Die vorgelagerte Insel mit der Altstadt ist besonders schön. 2021 wird es dort aber sicherlich noch hübscher, denn dann wird die bayrische Landesgartenschau stattfinden. 

Über Kempten zu den oberbayrischen Seen

Von Lindau ist man in etwa einer Stunde in Kempten im Allgäu. Die Stadt ist nicht so klein und außerhalb der Altstadt eher funktional. Wir haben in einem Parkhaus im Zentrum geparkt, und sind dann am Rathaus vorbei durch die Stadt zur Sankt Mang Kirche gegangen. Dort haben wir eher zufällig einen kostenlosen Stadtplan mit einem Spaziergang zur Residenz mit dem Hofgarten gefunden. 

Eine weitere Stunde von Kempten entfernt liegt der Staffelsee. Dort ist das so genannte Blaue Land. Davon hatte ich tatsächlich noch nie gehört. Rein zufällig habe ich aber zuerst in Secret Places darüber gelesen, dann im Buch Oberbayrische Seen aus dem Michael Müller Verlag – und zwar, als wir schon unterwegs waren. Wir haben diesen Abstecher darum recht spontan in die Route eingebaut. 

Im Reiseführer Oberbayrische Seen (Werbe-Link) werden unter anderem der Tegernsee, der Chiem- und der Starnberger See beschrieben – und natürlich auch das gesamte Umfeld in dieser Region. Wer an den oberbayrischen Seen länger Urlaub macht, findet mit Sicherheit viele tolle Anregungen und auch Wanderungen und Touren. Wir waren jedoch bei unserem Roadtrip jeden Tag an einem anderen Ort und konnten das Potenzial des Buches gar nicht so richtig nutzen. Aber immerhin hat es uns nach Murnau geführt. Ohne die ausführliche Beschreibung des Ortes wären wir dort sicher nicht gelandet. Der Michael Müller Verlag hat mir das Buch kostenlos zur Rezension überlassen.

Das Blaue Land heißt so, weil das Licht dort immer einen Blauschimmer hat. Das hat schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts viele Künstler inspiriert. Und so wurde ausgerechnet das kleine Murnau am Staffelsee zum Zentrum der Expressionisten. Der Ort selbst hat eine Innenstadt mit bunten Häuschen im bayrischen Stil. Natürlich gibt es dort auch Leberkässemmeln für alle, die einen Snack zwischendurch brauchen. Vom Zentrum aus ist man schnell in der Kottmüllerallee, die zu einem schmalen Weg zwischen hohen Bäumen wird. Dort entlang sieht man ein bisschen von der Region und schließlich auch übers Murnauer Moos. Auf dem Rückweg lohnt sich ein Stopp in der Murnauer Kaffeerösterei. Dort gibt es natürlich auch Kaffee und Kuchen.

Spannend fand ich übrigens die Fahrt durch die Orte Uffingen und Seefeld. Dort sieht man im Vorbeifahren noch echt bayrisches Landleben. Allerdings sollte man in den engen Kurven vorsichtig fahren: Hier können Euch landwirtschaftliche Fahrzeuge entgegenkommen, deren Reifen höher sind als ein herkömmlicher PKW. Wer mit einem solchen Monster zusammenprallt, hat kaum eine Chance.

Weiter ins Fünf-Seen-Land

Vom Staffelsee aus ist man in nur etwa einer dreiviertel Stunde am Starnberger See. Dort gibt es natürlich besonders viel zu sehen. Das Kloster Andechs, die Ilkahöhe, die Roseninsel im See. Ihr lest dazu mehr in einem eigenen Artikel.

Nach weiteren etwa 45 Minuten ist man in Bad Tölz. Dort lohnt sich ein Zwischenstopp auf jeden Fall: Die Fußgängerzone ist gesäumt von Häuschen mit bunt bemalten Fassaden. Außerdem führt ein steiler Weg auf den Kalvarienberg mit seiner kleinen Kapelle. Der Tegernsee ist dann nur noch etwa 30 Minuten mit dem Auto entfernt. Hier gibt es eine Menge zu entdecken – von der Naturkäserei über die Papierfabrik bis zum See und dem Wallberg. Auch dazu lest Ihr mehr in einem eigenen Artikel.

Über Rosenheim an den Chiemsee

Vom Tegernsee über die A8 kommt man nach Rosenheim. Auf dem Weg sollte man in Irschenberg an der Autobahnauffahrt einen Stopp einplanen, denn dort ist die Kaffeerösterei Dinzler. Dort gibt es nicht nur tollen Kaffee, sondern auch Wein und hübsche Sachen für Zuhause. Ich habe mir eine Butterdose gekauft, über die ich mich Tag für Tag freue. 

Rosenheim ist ein nächstes Zwischenziel – zumindest für alle, die gerne einkaufen wollen. Denn eigentlich ist die Stadt ziemlich groß und hat vor allem viele Geschäfte und am Wochenende auch einen Markt. Außerdem gibt es einige Grünanlagen, die ganz nett sind. Mir war die Stadt allerdings etwas zu kühl und gesichtslos. Aber vielleicht habe ich sie auch nur nicht richtig kennengelernt. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass es kalt und nass war, als wir dort stoppten.

Nach Rosenheim ist man dann schnell am Chiemsee, der letzte auf unserer Tour zu den oberbayrischen Seen. Dort gehört natürlich der Ausflug auf die herren- und die Fraueninsel dazu. Auch dazu lest Ihr einen eigenen Beitrag.

Mein Fazit: Bis zu diesem Roadtrip war mir nicht klar, wie vielseitig der Süden Bayerns ist, und was man dort alles entdecken kann. Ich würde die Reise, die wir über Viamonda gebucht haben, jederzeit wieder machen.

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