New York: Stadtwandern durch Manhattan

Christopher Street, Wall Street oder Time Square: In New York gibt es so viel zu sehen, was man bisher nur aus dem Kino oder Fernseher kennt. Das Gute ist: Obwohl die Stadt groß ist, liegen viele dieser Sehenswürdigkeiten so nah beieinander, dass man sie bei einer Stadtwanderung durch Manhatten fast alle sehen kann. Wer zwischendurch noch den ÖPNV nimmt, um etwas abzukürzen, kann an einem Tag sehr viele Highlights unterbringen.

Unsere Stadtwanderung beginnt ganz im Süden im The Battery. Von der Haltestelle Bowling Green erreicht man schnell den Ticketschalter, um die Karten für die Fähre zu kaufen, die Besucher*innen zur Statue of Liberty, also der Freiheitsstatue, und weiter zu Ellis Island und zurück bringt. Unsere Stadtwanderung beginnt also genau genommen mit einer Bootsfahrt. Das ist ganz nett, denn so sieht man bald, wie die Hochhäuser vom Wasser aus wirken: Die weltberühmte Skyline von New York liegt rückwärts schauend vor uns.

Blick von der Fähre nach Manhattan
Blick von der Fähre nach Manhattan

Statue of Liberty und Ellis Island

Auf Liberty Island gibt es ein kleines Museum, in dem Besucher*innen erfahren, wie die Freiheitsstatue gebaut wurde, und wie sie von innen aussieht. Hier sieht man auch eine Replik eines Fußes und ihr Gesicht ganz nah. Viele Tourist*innen interessieren sich nicht für das Museum, aus meiner Sicht ein Fehler. Außerdem nehmen längst nicht alle einen Audioguide, obwohl dieser im Preis enthalten ist. Mit ihm erfährt man beispielsweise, dass auf dem Buch, das die Freiheitsstaue im Arm hält, Platz für zwei Autos wäre. 

Noch weniger Besucher*innen interessieren sich für die ehemalige Einwanderungsbehörde auf Ellis Island. Dabei ist das Museum sehenswert. Ein Audioguide führt von Station zu Station und die Tourist*innen hören dabei die bedrückende Geschichte der Immigration in früheren Jahren. Lohnt sich.

Von der Wall Street in Manhattan kurz nach Brooklyn

New York: Stadtwandern durch Manhattan
Wall Street in New York

Zurück im The Battery lassen wir uns von einem Kartendienst auf unserem Smartphone zur Wall Street leiten. Ich habe die Börse bereits dreimal gesehen – und bin immer wieder erstaunt, wie klein sie von außen ist. Hier nehmen wir die Bahn, die uns nach Brooklyn unter dem East River hindurchführt. Wir steigen Clark Street aus und lassen uns nach Dumbo navigieren, genauer gesagt zur Ecke Washington Street/Water Street. Von dort hat man den tollen Blick auf die Manhattan Bridge, die gerade so zwischen die Häuser zu passen scheint. Von dort gehen wir zur Brooklyn Bridge und die fast zwei Kilometer zurück nach Manhattan. Dabei haben wir immer wieder einen guten Blick auf die Nachbarbrücke, aber auch auf die Skyline. Die Brücke selbst ist natürlich auch sehenswert – aber häufig sehr voll.

Weiter zum World Trade Center und dann nach China

Jetzt lassen wir uns zum World Trade Center leiten und schauen uns den Turm an, der gebaut wurde, um den zerstörten Turm des WTC zu ersetzen. Außerdem bestaunen wir das Oculus, den neu gestalteten Eingang zur Bahn. Beides betrachten wir aber nur von außen. Denn für die 9/11 Memorial Site brauchen wir einen weiteren halben Tag.

Jetzt gehen wir wieder Richtung Osten und Canal Street. Dort laufen wir durch China Town und stauen über die vielen roten Lampions und chinesische Schriftzeichen. An der Haltestelle Canal Street nehmen wir, um etwas Zeit zu sparen, eine Bahn, die uns bis zur Christopher Street bringt. Dort erinnert der kleine Park mit den Statuen an den Beginn der Schwulenbewegung in den 1970er Jahren. Gegenüber ist auch das Stonewall Inn, in dem der gleichnamige Aufstand stattfand.

Von der Christopher Street über die 5th Avenue und den Broadway

Von dort gehen wir auf die geschäftige 5th Avenue und bis zum Flatiron Building. Den besten Blick auf die schmale Front des Hauses hat man von der Uhr schräg gegenüber. An der Kreuzung mit der W 25th führt schräg der Broadway Richtung Norden. Wenn der Broadway die 6th Avenue kreuzt, sind wir auf Höhe des Empire State Buildung. Kurz danach kommen wir am berühmten Kaufhaus Macy’s vorbei, wo Käufer*innen seit über 100 Jahren nahezu alles finden, was sie suchen. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Times Square, der besonders nachts mit seiner Informationsflut in Form von Videos an den Fassaden beeindruckt. Vom Times Square sind wir dann nur noch wenige Blocks entfernt vom Rockefeller Center, also dort, wo an Weihnachten der Baum steht. Danach erreicht man am MoMa vorbei den Central Park. 

Steffi Kraus beschreibt in ihrem Boch „Glücksorte in New York“ den Shop im MoMa. Tatsächlich war auch ich ausgesprochen fasziniert von den tollen Produkten dort. Ich habe ein Notizbuch gekauft, Gläser und eine Baseballcap mit bunten Blumen. Gegenüber vom MoMa ist außerdem der MoMa-Design-Laden. Was genau der Unterschied zwischen den beiden ist, kann ich nicht sagen. Aber auch dort gibt es wunderbare Dinge wie beispielsweise künstlerisch gestaltete Mobiles. Allerdings sind die Preise dort relativ hoch.

Travel Slam über New York beim Hafenfest in Recklinghausen

Wo Ihr Genusspausen beim Spaziergang durch Manhattan einlegen könnt

Nun ist es relativ einfach, in einer Stadt wie New York 80 Glücksorte zu finden. Auf einige wäre man sicherlich auch ohne den Reiseführer (Werbe-Link zu Amazon) gekommen, den mir der Droste Verlag kostenlos zur Rezension geschickt hat. Dazu gehören beispielsweise die High Line, die Aussichtsplattform im Rockefeller Center, vor dem sich gerne lange Schlangen bilden oder das Oculus. 

Einige Glücksorte scheiden außerdem von selbst aus, weil sie an eine Jahreszeit gebunden sind: Wenn ich im Februar da bin, habe ich nichts vom Sommerfestival, vom Weihnachtsbaum oder vom fallenden Herbstlaub. Trotzdem war das Buch für mich ausgesprochen hilfreich, und zwar, wenn es um gutes Essen geht. Jetzt kann man natürlich sagen: Kann doch gar nicht so schwierig sein, in New York ein Restaurant zu finden. Richtig. Aber: Oft sieht man einem Gebäude von außen gar nicht an, dass innen ein Restaurant ist. An Jongro BBQ wären wir beispielsweise einfach vorbeigelaufen. Oder wir hätten uns niemals in die Warteschlange gestellt und 20 Minuten auf einen freien Tisch gewartet. Hat sich aber gelohnt. Außerdem sind gerade an Freitagen und Samstagen sehr viele Restaurants sehr voll, das macht die Situation nicht einfacher. 

Insgesamt haben wir in unseren sechs Tagen fünf Mal auf Genießer-Tipps von Steffi Krause zurückgegriffen und alle waren top. Das beeindruckt mich schon. Denn gerade, weil es in New York so viele Restaurants gibt, braucht man ein Händchen dafür, die richtigen auszuwählen. Also Restaurants, die gut sind, nicht zu teuer, und möglichst noch nicht wieder geschlossen, wenn das Buch ein dreiviertel Jahr später herauskommt. Davon abgesehen hatte Steffi Krause noch einige andere Glücksorte beschrieben, auf die ich in einem anderen Artikel zurückkommen werde.

Die Restaurants, die wir aufgrund der Empfehlung im Buch besucht haben, liegen alle in Manhattan.

  • The Grey Dog: Gut für eine Frühstücks-Bowl. Zwischen Christopher Street und Flatiron Building.
  • Pete’s Tavern: Etwas weiter östlich, aber auf ähnlicher Höhe. Eines der ältesten Restaurants in New York. Hervorragender Burger, gute Drinks. Unbequeme Sitzbank.
  • Shake Shack: Ihr werdet viele Filialen von Shake Shack in New York finden. Im Madison Square Park könnt Ihr diese Leckerei aus „Glücksorte in New York“ im Grünen und an der frischen Luft genießen. Wir hatten einen Single Smoke Shack mit Bacon und Ananas. Der Madison Square Park liegt direkt am Flatiron Building.
  • Oscar Wilde: Nördlich des Madison Square Parks. Riesige Bar mit coolen Drinks. Viele Lampen, angenehme Musik.
  • Jongro BBQ: Koreanisches Grillrestaurant in einem unscheinbaren Gebäude in Korea Town. Wir haben Hühnchen und Rind gegrillt. Liegt zwischen Madison Square Park und Empire State Building.

Wer schreibt hier? Bettina Blass

Bettina Blaß ist Bloggerin, Buchautorin und Verbraucherjournalistin. Sie gibt Seminare und Workshops rund das Internet wie beispielsweise "Personal Branding" oder "Online publizieren". 2021 hat sie das Buch "Zu Fuß durch Köln" herausgebracht.

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