Mahlzeit! In der Kantine des Bundesamtes für Güterverkehr

In der Kantine
In der Kantine

Ja, es gibt tatsächlich ein Bundesamt für Güterverkehr, und zwar in Köln, recht zentral gelegen. Es ist ein dunkler Klotz, der nicht einladend aussieht, aber es gibt dort eine öffentliche Betriebskantine. Bevor man essen kann, muss man allerdings einige Formalitäten erfüllen.

Bei unserem Besuch gehen wir direkt in die Eingangshalle. Der Pförtner scheint über unsere Frage ein bisschen verblüfft zu sein, holt dann aber eine scheckkartengroße Gästekarte aus Kunststoff aus einem Schrank. Ich muss mich in einer Tabelle eintragen und mit meiner Unterschrift bestätigen, dass ich die Karte erhalten habe. Dann bringt uns der nette Mann durch die Hintertür einige Schritte über den Hof zu einer Seitentür. Die öffnen wir mit unserer Karte und gehen zu Fuß drei Stockwerke durch ein enges Treppenhaus nach oben. Dort öffnen wir mit unserer Karte wieder eine Tür und stehen vor der Kantine.

Erst die Gästekarte, dann das Essen

Jetzt müssen wir unsere Gästekarte mit Geld aufladen. Dazu gibt es ein Terminal am anderen Ende des Raumes, rechts von der Essensausgabe. Erst als wir bezahlen, sehen wir, dass man auch bar hätte zahlen können. Die Gästekarte braucht man trotzdem, um ins Haus zu kommen. Das Restguthaben auf der Karte lassen wir uns von der Dame an der Kasse auszahlen.

Ich entscheide mich für eine Frühlingsrolle mit Reis und süßsaurer Tomatensoße, einen Nachtisch und ein Getränk, mit dem Essen meiner Begleitung kostet das etwa 12 Euro und ist somit im Schnitt. Wir suchen uns einen Platz am Fenster, jetzt ist es kurz nach 12 und mit einem Schlag wird es voll. Doch da sind wir schon fast wieder weg.

Geht auch unbürokratischer

Ich bringe die Karte zurück zum Pförtner. Er schaut mich irritiert an: „War nix?“, fragt er betroffen. „Doch“, sage ich. „Alles gut!“. Dann solle ich die Karte doch behalten fürs nächste Mal, sagt er. Ich antworte, dass das ein einmaliger Besuch war und ich sie nicht weiter brauchen werde. „Ach so“, sagt er. „Dann hätten wir uns das Eintragen in die Tabelle und die Unterschrift auch sparen können!“. Na denn.

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