Stadtspaziergänge in Edinburgh

Edinburgh
Edinburgh

Bezaubernd. Das ist das einzige Wort, was mir zur Altstadt in Schottlands Hauptstadt Edinburgh einfällt. Die Royal Mile oder High Street zieht sich durch die Altstadt bis zum Schloss, das so trutzig auf den Berg gebaut wurde. Links und rechts gehen Gassen und schmale Treppen ab und führen zu anderen Stadtteilen. In der Altstadt werden viele Führungen angeboten. Einige kosten einen Festpreis, andere funktionieren nach dem Spendenprinzip: Man nimmt an der Führung teil und gibt dem Stadtführer am Ende den Betrag, den man für angemessen hält. Wir haben eine Führung mit Edinburgh Free Tours gemacht, und dabei viel gelacht und gelernt über die Geschichte der Stadt und über Bräuche in der Stadt.

Besuch im Schloss

So schön die Altstadt ist, so überlaufen ist sie auch. Das gilt ganz besonders für das Schloss. Wir standen an, um in den Bereich zu dürfen, wo man Karten kaufen kann. Dann standen wir weitere 40 Minuten, um eine Karte kaufen zu können. Ich hatte dank eines speziellen Ausweises von Visit Scotland freien Eintritt. Schließlich standen wir in der Schlange, um im Gänsemarsch an den Kronjuwelen vorbei marschieren zu können. Meine Meinung: zu voll! Und da es in Schottland viele andere Schlösser gibt, und wir als Deutsche auch viele Schlösser aus der Heimat kennen, würde ich dazu raten, diese Attraktion einfach auszulassen. Das spart viel Zeit und viel Geld.

Calton Hill und Arthur’s Seat

Ich rate stattdessen dazu, neben der geführten Tour durch die Altstadt noch den kurzen Spaziergang zu machen zum Calton Hill. Dort, auf einer Hügelkuppe in einem Park, kann man schön sitzen und den Blick auf die Stadt genießen. Besonders zum Sonnenuntergang ist der Platz allerdings auch recht beliebt. Wer ein bisschen mehr Sport trieben will, sollte die Stadtwanderung zum Arthur’s Seat machen: Achtung, die Wege auf den Berg sind sehr steil, und feste Schuhe sind mehr als sinnvoll. Auf dem Rückweg kommt man dann am Holyrood Palast vorbei, dem schottischen Sitz der Königsfamilie. Gegenüber ist das schottische Parlament. Dort ist der Eintritt frei, und man kann sich in den Räumen umschauen, in denen die hiesige Politik gemacht wird.

Neben der Altstadt hat Edinburgh übrigens auch eine Neustadt. Beide Stadtteile sind UNESCO Weltkulturerbe. Bei der Neustadt sprang bei mir allerdings der Funke nicht über. Sie wird gelobt für ihre gradlinige Bebauung und die neoklassizistische Architektur und war Vorbild für viele andere europäische Städte. Mir gefällt sie nicht. Allerdings gibt es dort viele Restaurants und Cafés, die meisten sind ziemlich teuer.

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