Schloss Benrath in Düsseldorf: 3 Museen und ein Park

Museumsticket in der Farbe des Schlosses
Museumsticket in der Farbe des Schlosses

Fast wie eine überdimensionierte Hochzeitstorte liegt Schloss Benrath in Düsseldorf an einem kleinen See, der sinnigerweise Schlossweiher heißt. Das Hauptgebäude wird flankiert von zwei Nebengebäuden, die sich der Form des Weihers mit ihrer leicht gebogenen Form anpassen. Alle drei Gebäude sind rosa gestrichen und weiß verziert. Hier kann man einige Stunden verbringen, denn Schloss Benrath besteht aus drei Museen und einem weitläufigen Park.

Im Naturkunde- und im Gartenmuseum

Rechts vom Schlossgebäude ist das Naturkundemuseum. Dort sieht man – wie üblich in diesen Museen – Tiere, die vor langer Zeit präpariert wurden. Interessant daran ist allerdings, dass es Tiere aus der Region sind. So lernt man dort einiges über NRW – beispielsweise, dass früher viele Lachse im Rhein schwammen, aber auch, wie die heimischen Vögel klingen und aussehen, oder welche tierischen Mitbewohner Häuser in Deutschland üblicherweise ungewollt haben.

Interessanter fand ich das Museum für europäische Gartenkunst. Allerdings ist dieses auch ziemlich speziell. Und was man dort am wenigsten sieht, sind Pflanzen. Vielmehr geht es darum, wie Gärten früher angelegt waren, es gibt Kästen, in denen es nach Rosen riecht oder man kann hören, wie Wasser plätschert. Ein Zimmer beschäftigt sich mit Gift- und Heilpflanzen, es gibt große und kleine Gemälde oder Porzellan, das mit Blüten übersät ist.

Warum ich nicht im Hauptgebäude war

Im Schloss Benrath selbst war ich leider nicht. Und das kam so: Wir kauften ein Ticket fürs Gartenmuseum, in das der Eintritt ins Naturkundemuseum eingeschlossen ist. Nach dem Kauf stellten wir fest, dass es auch ein Kombiticket gegeben hätte, mit dem man zusätzlich das Schloss hätte besichtigen dürfen. Eine Mitarbeiterin sagte uns, dass es derzeit keine Führungen gebe, wir das Schloss aber eigenständig besichtigen dürften. Ich fragte, ob wir denn das Ticket tauschen könnten, sie sagte, das sei kein Problem. Dann fragte sie ihre Kollegin an der Kasse noch, ob sie wisse, wie das gehe, die sagte ja. Und daraufhin verschwand die erste Mitarbeiterin.

Die zweite junge Dame an der Kasse sagte dann zu uns: „Es ist immer besser, erst nachzudenken, bevor man handelt“. Ich antwortete ihr darauf: „Hätten wir das gemacht, stünden wir jetzt nicht ein zweites Mal hier. Haben wir aber offensichtlich nicht – und das ist Ihnen sicherlich auch schon passiert“. Darauf antwortete sie: „Es ist leider nicht so einfach, ein Ticket zu stornieren“. Darauf sagte ich zu ihr: „Wissen Sie was? Dann lassen Sie’s doch einfach!“. Ich nahm unsere Tickets und wir gingen. Schloss Benrath hat also wegen dieser Mitarbeiterin nicht 28 Euro an uns verdient, sondern nur 12 Euro. Und natürlich haben wir auch aus dem Museumsshop nichts weiter gekauft, obwohl wir das üblicherweise ganz gerne machen. Ich habe so zwar Schloss Benrath nicht von innen gesehen. Aber das macht nichts – es wäre nicht mein erster Schlossbesuch gewesen.

Wie aus meiner Sicht ein freundlicheres Gespräch hätte laufen können: „Sie wollen also lieber alle drei Museen besuchen? Kein Problem, kann jedem mal passieren, dass er das falsche Ticket kauft. Ich bin nicht ganz sicher, wie man ein Ticket storniert, um ein neues abzurechnen, aber ich frage gleich einmal meine Kollegin. Sie müssten sich bitte einen Moment gedulden. Entweder schauen Sie sich so lange hier im Shop um, oder Sie besuchen schon einmal den Park. Dann kläre ich das in der Zwischenzeit für Sie.“ 

Der große Park hinter dem Schloss

Am Toreingang von Schloss Benrath
Am Toreingang von Schloss Benrath

Hinter Schloss Benrath ist übrigens ein sehr großer Park, für den man keinen Eintritt bezahlen müssen. Direkt hinter dem Hauptgebäude zieht sich ein langgezogenes Wasserbecken. Rechts vom Schloss gibt es einen englischen, links davon einen französischen Garten. In diesem springen Wasserfontänen im Becken freudig in die Höhe, Blumen säumen den weiten Rasen in der Mitte. Der Park wird übrigens gerne von Läufern genutzt. Kein Wunder, denn es sind lange, flache Waldwege, viele von Bäumen überschattet.

Leider sind in Schloss Benrath nur Fotos für die private Nutzung erlaubt. Ich verdiene zwar mit diesem Blog kein Geld, aber wirklich privat ist es natürlich auch nicht. Darum habe ich auf dem Gelände keine Fotos gemacht.

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