Letzte Station in Argentinien: Salta

Stadt im Kolonialstil: Salta
Stadt im Kolonialstil: Salta

Das Ende unserer Reise rückt näher. Wir haben unsere letzte Station im Nordwesten Argentiniens erreicht, Salta, die Schöne genannt. In der Tat ein hübsches Städtchen und zu meiner Freude im Kolonialstil errichtet. Bisher fand ich Argentinien ja recht wenig lateinamerikanisch. Hier aber, an der Grenze zu Bolivien, haben wir alles das gefunden, was ich von meinen früheren Reisen kenne: Es gibt einen zentralen Platz, um den die wichtigsten Gebäude der Stadt, also die Kirche, das Rathaus, Museen und Banken angeordnet sind. Eben im Kolonialstil erbaut. Die Menschen haben hier sehr viel mehr Farbe als im Süden, kein Wunder, denn es gibt viele Einwanderer aus Peru und Bolivien. Viele haben einen indigenen Einschlag, selbst die Dinge, die hier verkauft werden, sind denen der Nachbarländer sehr ähnlich. Stoffe und Schmuck beispielsweise sind aus den selben Mustern und Farben wie auch in Bolivien. Und das erklärt sich durch die gemeinsamen Vorfahren. Die Inka waren nämlich bis Nord-Argentinien gekommen.

Die Verwandtschaft zieht sich sogar durch die Speisekarte. Hier gibt es weniger Pizza und Pasta, aber mehr Tamales und Humidos. Beide sind eine Art Püree auf Maisbasis, das in beispielsweise Blättern der Bananenstaude eingewickelt gekocht wird. Zu meiner großen Überraschung gibt es sogar Koka-Tee, den ich zuletzt im Jahr 2001 in Bolivien getrunken habe. Interessant finde ich auch, dass sich die Dekorationsgegenstände, die Kleidung und der Schmuck, die man hier, in Mendoza oder Iguazu kaufen kann, in den vergangenen 15 Jahren kaum geändert haben. Und junge Leute, die heute so alt sind, wie ich damals war, kaufen, was ich auf meinen Reisen vor so langer Zeit ebenfalls gekauft habe, obwohl sich die Welt seither so sehr verändert hat. Das ist irgendwie merkwürdig. Ich kaufe diese Dinge nicht mehr, denn ich hatte sie ja schon einmal und sie gefallen mir heute nicht mehr.

Außerdem haben wir gestern ein kleines Karnevalsspektakel in der Fußgängerzone verfolgt, quasi passend zu Altweiber in Köln. Denn Karneval wird auch hier gefeiert, zu den großen Umzügen am Wochenende sind wir aber schon wieder weg. Mal sehen, ob wir dort auch etwas davon mitbekommen. Es hat auf jeden Fall was, bei ungewohnten 30 Grad das Treiben zu verfolgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich stimme zu