Wochenendausflug nach Königswinter

Blick von der Dachterrasse des Siebengebirgsmuseums
Blick von der Dachterrasse des Siebengebirgsmuseums

Siebengebirge, Rheinromantik Ressource Stein – das klingt nach verstaubten Schaukästen und vielen langweiligen Bildern. Das Gegenteil ist erfreulicherweise der Fall – und darum empfehle ich einen Besuch in Königswinter. Dort kann man nämlich in der Kellerstraße, einer schmalen Gasse mit hübsch renovierten Häuschen, das Siebengebirgsmuseum besuchen. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro, und der Besuch lohnt sich: Im ersten Stock beispielsweise steht allerlei Nippes mit Bildern vom Drachenfels verziert. Einiges ist so hässlich, dass es fast wieder schön ist. Außerdem gibt es dort einen Wahrsageautomaten, der nach einem Einwurf von 20 Cent eine schmale Pappkarte ausspuckt, auf der die persönlichen Glückszahlen fürs Lottospiel stehen sowie ein kurzer Text, dessen Beachtung das Leben verbessern könnte.

Multimediastation im Siebengebirgsmuseum
Multimediastation im Siebengebirgsmuseum

Nebenan erfährt man einiges über Tourismus in der Region: ein gepackter Reisekoffer aus früheren Jahren, ein Besteckschrank aus einem Hotel, Bilder mit Reisemotiven. Sie zu analysieren wird ganz spannend, wenn man die Klappen unter dem Bild öffnet und dort nähere Informationen zum Bild bekommt. Auch der Schnellfotograf stellt sich vor: In einem Video zeigt er, wie vor vielen Jahren und ganz ohne Digitalkamera und Photoshop innerhalb von zwei Stunden Fotosouvenirs für die Touristen gemacht wurden.

Die Siebengebirgsregion erkundet man am besten am Bildschirm: jüdisches Leben, Klöster oder Burgen interessieren euch? Wählt die entsprechende Taste, und seht, was dazu auf dem Monitor erscheint. Wem das zu lange dauert, der schaut sich Exponate in den Schaukästen an. Das Thema Stein wird ganz ähnlich präsentiert: Es gibt Videos und Schubladen zum Öffnen, Schaustücke und sogar einen Königswinterer Ofen gibt es zu sehen, gebaut aus den Steinen aus der Gegend.

In Königswinter kann man auch das Boot besteigen, und mit der Linie der KD beispielsweise nach Bonn, Köln, Koblenz oder Mainz fahren. Direkt an der Rheinpromenade ist außerdem Sea Life, ein Aquarium. Bei meinem Besuch dort vor Jahren war ich enttäuscht: In dem Moment, als ich dachte, jetzt beginnt die richtige Ausstellung, war ich schon wieder am Ausgang. Alternativ fährt oder geht man auf den Drachenfels. Auf dem Weg dorthin kann man auch Schloss Drachenburg besichtigen.

Kaffee trinkt man in Königswinter entweder auf dem Petersberg. Dort gibt es eine Terrasse mit herrlicher Aussicht. Früher war hier das Gästehaus der Bundesrepublik untergebracht. Wir waren diesmal in der Hauptstraße im Kontor und Kaffeehaus.

Den Tipp, das Siebengebirgsmuseum zu besuchen, haben wir übrigens aus dem Buch „111 Museen in NRW, die man gesehen haben muss“.

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