Wie Hanf-Produkte die Küche erobern

Hanfprodukte von CB Weed
Hanfprodukte von CB Weed

Seid Ihr schon im Hanf-Fieber? Die Pflanze liegt derzeit absolut im Trend – obwohl es sie schon seit Jahrtausenden gibt. Dass sie fast vergessen war, liegt auch daran, dass ihr Anbau Anfang des vergangenen Jahrhunderts verboten worden war. Schließlich ist in den Blüten THC – und das ist besonders beliebt, um sich in einen berauschten Zustand zu versetzen. Und genau darum nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. 

Hanf in Nahrungsmitteln

Geht es um Hanfprodukte im Essen, muss sich niemand Sorgen machen, sich zuzudröhnen. Denn diese Produkte werden aus Nutzhanf gemacht, der THC-arm ist. Wer natürlich die illegalen THC-haltigen Blüten in Keksen verbackt oder als Grundlage für Tee nimmt, wird auch davon high werden.

Mir ist Hanf als Nahrungsmittel neulich erstmals aufgefallen, als ich bei Foodist einen Brotaufstrich von Hanfwerk gekauft habe: Hanfkrem orientalisch mit Datteln. Timo und ich haben sie in einer Geschmackssache in unseren Podcasts probiert. Lecker, würzig, leicht süß – schmeckte aber kein bisschen nach Hanf. 

In den Niederlande: Hanfsamen zum Frühstück auf dem Müsli

Danach war ich in Roermond im Hotel Het Arresthuis. Dort gab es am Frühstücksbuffet Hanfsamen fürs Müsli. Das fand ich eine nette Abwechslung zu Chiasamen, Kürbis- oder Sonnenblumenkernen. So sensibilisiert staunte ich trotzdem, als ich im Internet las, dass man im Haribo-Kiosk in Ehrenfeld CBD-Gras und bei Tee de Cologne Hanftee kaufen kann. Silvia Legat, die Inhaberin, sagte mir, dass er eine leicht beruhigende Wirkung habe.

Cannafair: Hanf-Messe in Düsseldorf

Zeitgleich fand in Düsseldorf die Cannafair statt, eine Cannabismesse. Ich dachte, dass ich dort bestimmt noch deutlich mehr Hanfprodukte finden würde, die man zum Kochen gebrauchen kann. Und war zugegebenermaßen ein bisschen enttäuscht. Auf der Cannafair gab es hauptsächlich Samen, Geräte, um die Pflanzen besser wachsen zu lassen, und unfassbar viele Rauchutensilien. Insgesamt habe ich dort 16 Packungen lange Blättchen geschenkt bekommen – und ich kann damit gar nichts anfangen. 

Will jemand was davon?

Falls Ihr daran Interesse habt, schreibt mir doch einfach eine E-Mail. Ich verschenke sie und schicke sie auf meine Kosten per Post – natürlich nur, solange der Vorrat reicht.

Hanf-Limonade, -Gin, -Schokolade

Nach der ersten, etwas enttäuschenden Runde auf der Cannafair bin ich aber doch noch fündig geworden:

  • Canlife ist ein zitroniges Limonadengetränk mit einer starken Grasnote – beim ersten Schluck ungewohnt, danach aber ziemlich köstlich. Würde ich jederzeit wieder kaufen – aber leider gibt es keine Verkaufsstelle in Köln. Und übers Internet kann man nur eine größere Menge kaufen. Zu viel für mich.
  • Ziemlich begeistert bin ich von Hanffarm: Dort konnte man Schokolade probieren – mir schmeckte Zartbitter mit gerösteten Hanfnüssen am besten, weil sie so knackig war. Gekauft habe ich schließlich Hanf-Kirschriegel, Müsliriegel, etwas zu süß für meinen Geschmack. Außerdem geschälte Hanfnüsse, die ich morgens unters Müsli mische. Und Hanföl, um eine Salatsoße anzurühren. Dazu, so riet mir der Herr am Verkaufsstand, mischt man das Öl mit Balsamico, etwas Senf und eventuell auch Marmelade. Fand ich gut. Bei Hanfwerk kann man außerdem ein Probepaket mit Kochbuch kaufen, das wird sicherlich meine nächste Bestellung sein.
  • Es gibt außerdem Cannabis-Gin, den ich leider nicht gekauft und auch nicht probiert habe.
  • CBWeed aus Italien bietet unter anderem Pasta und Pesto aus Hanf an. 
  • Die CBD Manufaktur hat Honig mit CBD. Da ich keinen Honig mag, habe ich ihn nicht probiert. Ich habe mir aber sagen lassen, dass er „ganz lecker“ gewesen sein soll.

Verratet in den Kommentaren doch bitte mal, welche Hanfprodukte Ihr in der Küche verwendet, warum und wo Ihr sie kauft. Auch Produzenten dürfen gerne einen Hinweis auf ihre Ware hinterlassen.

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