Weihnachtsbesuch in Bielefeld

Auf dem Weihnachtsmarkt
Auf dem Weihnachtsmarkt

Wer von Pommes und Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt genug hat, der sollte nach Bielefeld fahren. Dort gibt es auf dem Weihnachtsmarkt zwar auch das, was es überall zu geben scheint. Allerdings findet man hier auch echte Leckereien: westfälische Apfelpfannkuchen beispielsweise oder am Stock gebratenen Lachs, der als Matrosenbrötchen verkauft wird. Besonders schön: Der Weihnachtsmarkt zieht sich über mehrere Plätze und durch einige Straßen, so dass die Besuchermengen entzerrt werden. Nur vor den Glühweinständen herrscht das gleiche Gedränge wie auf allen Weihnachtsmärkten.

Schön ist jedoch, dass man in Bielefeld den Besuch des Weihnachtsmarkts mit einem Einkaufsspaziergang durch die Fußgängerzonen verbinden kann, denn in der Stadt mit rund 330.000 Einwohnern gibt es keine langen Wege. Außerdem fahren Straßenbahnen, so dass man das Auto auch außerhalb parken kann. Obwohl es innerstädtisch viele Parkmöglichkeiten gibt, waren diese beispielsweise Freitagabend und Samstagnachmittag nahezu besetzt. Der Weihnachtsmarkt geht übrigens noch bis zum 30. Dezember – für alle die, die auch nach den Festtagen nicht genug haben von den glitzernden Lichtern und den jahreszeitlichen Liedern.

Unterkunft in Bielefeld

Gar nicht traditionell, sondern eher ziemlich modern haben wir in Bielefeld auf Einladung der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe übernachtet: Das Jugendgästehaus hat 164 Betten in 58 Räumen, davon sind 22 Zwei-Bett-Zimmer mit eigenem Bad. Die Jugendherberge wurde zur Expo 2000 gebaut, der Speisesaal und die Seminarräume für bis zu 150 Teilnehmer sind jedoch in einem Gebäude der ehemaligen Dürkopp-Werke untergebracht, dort wo früher Fahrräder und Nähmaschinen hergestellt wurden. Leider ist vom Industriecharme nichts erhalten.

Die Seminarräume kann man auch buchen, ohne in der Herberge zu übernachten, „aber wir bevorzugen natürlich Gruppen, die auch bei uns über Nacht bleiben“, sagt Jugendgästehausleiter Frank Heublein. Sie können natürlich auch das hauseigene Bistro nutzen, Billard oder Tischtennis spielen, selbst eine kleine Sauna für bis zu sechs Besucher kann man stundenweise mieten.

Heublein und seine 25 Mitarbeiter achten darauf, kleine Schäden sofort zu beheben. So hat beispielsweise das Spielezimmer gerade erst einen neuen Fußboden bekommen. Durch solche Maßnahmen sieht man dem Jugendgästehaus sein Alter nicht an. Im Gegenteil erwecken die bunten Flurwände, die Bäume und der Bachlauf mit den Fischen im Foyer den Eindruck, als ob die Herberge vor nicht all zu langer Zeit erst eröffnet hätte. Auch das Programm ist ganz aktuell: Für Schulklassen beispielsweise gibt es 2017 eine Heldenakademie, in der es um die Themen Rassismus, Faschismus und (Cyber-)Mobbing geht.

Das Jugendgästehaus ist außerdem barrierefrei und hat auch Zimmer, die speziell für Menschen mit Rolli gebaut wurden, und häufig angefragt werden. „Inklusion ist bei vielen unserer Besucher ein wichtiges Thema“, sagt so auch Frank Heublein. Wer noch in diesem Jahr im Jugendgästehaus übernachten möchte, muss sich allerdings beeilen: Vor Weihnachten habe man noch freie Betten. Doch dann sei man ausgebucht durch eine kurdische Gruppe, die bereits zum dritten Mal nach Bielefeld kommt, um dort zu tanzen und Musik zu machen.

Bielefeld: und sonst so

Die ostwestfälische Stadt ist übrigens auch vor und nach der Weihnachtszeit eine Reise wert. So erzählt Frank Heublein, dass er auch Gäste hat, die extra wegen des Theaters oder der Opernaufführungen nach Bielefeld kommen. Außerdem ist die Kunsthalle für ihre Ausstellungen bekannt, und von der Sparrenburg hat man einen netten Blick über die Stadt. Dort kann man übrigens auch regionale Küche im zugehörigen Restaurant bekommen. Der Teutoburger Wald mit dem Hermannsweg lockt die Wanderer nach Bielefeld, und auch Radfahrer machten hier gerne Halt. Mich hat es in die Dr. Oetker Welt gezogen. Doch wer dort bei einer Führung mit Verkostung dabei sein will, sollte sich ein gutes halbes Jahr vor der Anreise um einen Termin kümmern – oder sogar noch früher. (demnächst mehr)

Meine Snapchat-Geschichte zu Bielefeld

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