USA: Küstenwanderung mit Walblick

Wanderung durch den Wald und entlang der Küste
Wanderung durch den Wald und entlang der Küste

Mit einer etwa 12 Kilometer-Wanderung endete unser Urlaub in den New England Staaten. Uns führte ein Fahrradweg durch den Küsten-Nationalpark. Das Besucherzentrum, das Museum, die Küstenwachstation und die Toiletten waren jedoch geschlossen wegen des government shutdown, des „Abschaltens der Regierung“. Die Touristen ließen sich davon nicht abhalten: Viele fuhren auf geliehenen Rädern durch den Küstenwald, wir waren die einzigen, die die Strecke zum alten Hafen wanderten.

Die Landschaft war mediterran: Die Bäume mit ihren langen grünen Nadeln vom Wind geformt, die einzigen Geräusche kamen von den zirpenden Grillen und den zwitschernden Vögeln. Dazu der Geruch des Sommers, nach warmer Erde und Nadelwald. Unterbrochen wurde diese Idylle ab und zu durch eine Fahrradklingel und einen Schrei:“Ich überhole Euch gleich links!“. Dieses für uns eher ungewöhnliche Verhalten ist eine Regel auf der Strecke. Fußgänger müssen links überholt werden, der Überholvorgang ist durch einen Ruf und das Klingeln anzukündigen. Die meisten Fahrradfahrer hielten sich daran. Auch ansonsten war der meist zweispurige Fahrradweg mit Anweisungen gespickt. So standen viele Schilder am Rand:“Vorsicht, es geht gleich steil bergab. Bremse!“ oder „Achtung, es wird kurvig!“ oder „Bitte schiebe Dein Rad durch den Tunnel!“.

Vorsicht Fisch!

Unser Highlight des Tages war jedoch ein Wal vor der weißsandigen Küste, den wir unabhängig voneinander einige Male sahen. Auch nach weißen Haien hielten wir Ausschau, nachdem uns ein Schild darüber aufklärte, dass es diese Tiere hier tatsächlich gibt. Die einzige weiße Spitze, die wir aber im tiefblauen Wasser sahen, entpuppte sich als Boje.

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