Urlaub in der Ferienwohnung

Screenshot Mucho Sol
Screenshot Mucho Sol

Ich gebe es zu: Ich bin im Urlaub am liebsten in einem hübschen Hotel oder auch mal auf dem Campingplatz. Da ich aber bald erstmals für einige Tage eine Auszeit in einer Ferienwohnung verbringen werde, habe ich mich ausführlicher mit dem Thema beschäftigt. Einige Zahlen, Daten und Tipps für Ferienhausurlauber.

66 Prozent der Urlauber, die eine Ferienimmobilie mieten, sind zwischen 40 und 59 Jahre alt. Das hat die Deutsche Ferienhaus-Urlaubsanalyse für 2014 ergeben, die die Online-Ferienhausvermietung FeWo-direkt herausgebracht hat. Ihr entnehme ich auch, dass 42,8 Prozent der Urlauber mit Familie anreisen und 46 Prozent ein Haushaltsnettoeinkommen haben, das höher als 3.000 Euro ist.

Ferienhausurlauber schätzen am meisten an dieser Unterkunft, dass sie sich dort selbst verpflegen können. Für mich ist das eindeutig kein Argument für die Ferienwohnung: Ich koche zwar sehr gerne, aber im Urlaub möchte ich lieber landestypisch essen, und nicht das, was auch zu Hause auf den Tisch kommt. Außerdem habe ich zugegebenermaßen keine Lust, im Urlaub zu putzen. Das scheint die Ferienhausliebhaber aber nicht zu stören, sie schätzen vielmehr den Freiraum in der Ferienimmobilie, die flexible Tagesplanung und die Privatsphäre, wie FeWo direkt herausfand.

Deutsche, die in Ferienhäusern Urlaub machen, so eine weitere Erkenntnis, bleiben am liebsten im eigenen Land, reisen nach Italien oder Spanien. Spanien ist im Vergleich zu Deutschland, Frankreich oder Italien übrigens relativ teuer: Eine Woche kostet dort für eine Familie mit zwei Kindern rund 3.200 Euro. Das liegt auch an der langen Anreise, die teurer ist als die Fahrt oder der Flug in die Nachbarländer Frankreich oder Italien. Zweiter Grund: Im Verhältnis sind Lebensmittel in Spanien teurer als in den anderen Ländern. Trotzdem: Mallorca bleibt der liebste Ferienort der Ferienhausurlauber aus Deutschen im Ausland.

Ferienimmobilien in Spanien

Darum unterhalte ich mich mit Muchosol über Ferienwohnungen in Spanien. Muchosol ist ein Vermittler von Ferienimmobilien in Südeuropa. Rund 10.000 Unterkünfte hat er auf seiner Plattform, davon sind 89 Prozent in Spanien. „Die meisten liegen an der Costa Brava, an der Costa Blanca und auf den Balearen“, sagt Konstanze Schäfer, die bei Muchosol für das Marketing zuständig ist. Ich frage sie, was die Deutschen daran reizt, in Spanien Urlaub in Ferienwohnungen zu machen. „Viele dieser Immobilien sind in Strandnähe oder haben einen Pool“, sagt sie. „Hinzu kommt die Landschaft, das Klima, die freundlichen Spanier und das Ambiente der Städte“.

Welche Region ist am schönsten?

Das kann man so nicht sagen. An der Costa Blanca und der Costa Brava fasziniert viele Besucher, dass sie den Strand vor der Tür haben, aber auch schnell in die Berge kommen, um dort wandern zu gehen. Auch die Balearen beispielsweise sind ganz unterschiedlich: Ibiza hat zum einen den Hippie-Charme, zum anderen ist es die Party-Insel schlechthin. Andere wollen auf die Insel wegen der Nähe zu Formentera, wegen der kleinen Märkte und der Wanderwege. Mallorca wird ja leider immer mit dem Ballermann in Verbindung gebracht. Dabei gibt es dort auch wunderschöne Landschaften und vor allem super Essen. Spanien hat für jeden das passende Angebot – und viele schöne Souvenirs für die Liebsten zuhause.

Worauf muss ich mich als Deutscher einstellen, wenn ich eine Ferienimmobilie in Spanien miete?
Es gibt bei der Größe und der Ausstattung dieser Wohnungen und Häuser große Unterschiede. Einige Ferienunterkünfte haben beispielsweise keine Heizungen wie in Deutschland. Die braucht man in der Regel nicht, kommt es aber doch einmal zu einem Kälteeinbruch, dann muss über die betreffende Agentur ein Elektroofen besorgt werden. Manche Deutsche, die nicht daran gewohnt sind, mit Gas zu kochen, könnten davon negativ überrascht sein. Sie sollten sich dann lieber eine Wohnung suchen, in der ein Elektroherd wie in Deutschland steht. Solche Dinge stehen in den Beschreibungen der Ferienimmobilien. Wie in allen südlichen Ländern begegnet man hier ab und zu auch Kakerlaken auf der Straße, in den Wohnungen aber sehr selten. Sie werden oft und gründlich gereinigt.

Ich habe viele Anzeigen gesehen für zehn Gäste und mehr – wer ist die Zielgruppe dieser Vermieter?
Großfamilien, die mit Kindern und Großeltern anreisen, beispielsweise oder auch befreundete Familien, die zusammen Urlaub machen wollen.

Wie läuft eine Ferienimmobilienvermietung eigentlich ab?

Da kann ich natürlich nur für uns sprechen: Bei uns suchen die Urlauber nach einer passenden Immobilie. Sie werden durch den Buchungsvorgang geführt und schließen eine Vorbuchung ab. Wir als Vermittlerinstanz haben Verträge mit Agenturen und fragen nach dem Eingang einer Vorbuchung an, ob das betreffende Objekt frei ist. Manchmal haben Kunden auch Sonderwünsche, die wir natürlich auch abfragen und versuchen zu erfüllen. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte, per Überweisung oder Paypal. zunächst eine Anzahlung, der Rest wird später fällig. Der Kunde bekommt ein Zeitfenster genannt, in dem er seine Schlüssel abholen und zurückgeben kann. Außerdem schicken wir ihm natürlich eine Notfallnummer – zum Beispiel für den Fall, dass er auf der Autobahn im Stau steht und nicht rechtzeitig da sein kann oder für den Fall, dass der Flieger zu spät ist.

Auch wenn es nicht die Regel ist, es kommt immer wieder vor, dass die Mieter einer Privatunterkunft am Zielort vor verschlossenen Türen stehen. Wer sich dagegen wappnen möchte, sollte schon bei der Buchung Vorsicht walten lassen. Vom Deutschen Tourismusverband gibt es übrigens eine Datenbank mit geprüften Ferienwohnungen – allerdings nur in Deutschland.

Ich nehme am Affiliate-Programm von Muchosol teil. Das heißt, falls jemand über einen der eingebauten und entsprechend markierten Links und Anzeigen eine Ferienwohnung mietet, bekomme ich eine kleine Vermittlungsgebühr. Affiliate-Programme sind eine Finanzierungsart von opjueck.de. Für die Erwähnung von Muchosol in diesem Artikel wurde jedoch kein Geld bezahlt.

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