Probiert: Meeresalgen-Pasta mit Spargel-Curry

Lecker sieht das nicht aus
Lecker sieht das nicht aus

Nudeln aus Meeresalgen? Klingt irgendwie fies, finde ich. Aber auf der anderen Seite mag ich Algen total gerne. Außerdem ist das niederländische Unternehmen Seamore für seine I Sea Pasta gerade mit dem Next Organic Start-up Award ausgezeichnet worden. Die Messe Next Organic Berlin findet jährlich statt und präsentiert zukunftsweisende Foodtrends. Grund genug also, das Produkt selbst zu testen.

Ich bekomme eine Packung Meeresalgen-Pasta vom Unternehmen kostenlos zugeschickt, dazu eine kleine Broschüre mit Rezepten: Aha, stelle ich fest, I Sea Pasta kann man mit Bolognese-Soße essen oder als Carbonara. Mich interessiert mehr die asiatisch angehauchte Variante mit Curry.

Viel oder wenig Meeresgeschmack?

Fürs Kochen gibt es drei verschiedene Varianten: Wer die Pasta 45 Minuten vor dem Kochen einweicht, soll weniger Meeresaroma haben, bei 20 Minuten einweichen ergibt sich ein mittleres Aroma, wir entscheiden uns dafür, sie gar nicht einzuweichen sondern nur 20 Minuten zu kochen, denn das soll das volle Meeresaroma geben. Um das vorweg zu nehmen: Ich finde nicht, dass die I Sea Pasta sehr nach Meer schmeckt. Aber ich mag die bissfeste Konsistenz, die der von Vollkornnudeln ähnlich ist.

Da wir vor dem Kochen unschlüssig waren, ob wir Meeresalgen-Nudeln wohl mögen würden, haben wir sie gemischt: 20 Gramm Meeresalgen Pasta, die beim Kochen auf das Fünffache anwächst, plus 100 Gramm Kartoffelnudeln aus dem Wendland. Dazu unsere Currysoße, die wir aber abgewandelt haben, weil uns Gemüse fehlte: Wir haben dafür Kokosmilch, Curry, Basilikum und Krabben gekocht, und mit Tomaten, einer geschabten Möhre und frischem Spargel gemischt. Das Ergebnis ist köstlich. Was dabei auffällt ist, dass meine Soße völlig ohne Salz auskommt – und trotzdem schmeckt. Das ist erstaunlich, da ich eigentlich immer nachsalze. Ich führe das auf die Sea Pasta zurück.

Da wir nur ein Fünftel der Packung für dieses Gericht genutzt haben, können wir jetzt noch vier weitere I Sea Pasta Rezepte kochen, und ich freue mich schon darauf. Danach wird es allerdings schwierig: Zwar kosten 100 Gramm unter 5 Euro. Allerdings ist der Versand aus den Niederlanden unerfreulich teuer. Besser haben es da die Bewohner Düsseldorfs und Berlin: Sie können I Sea Pasta vor Ort in einigen Läden kaufen. Bei Amazon ist das Seamore Produkt sowie Konkurrenzangebote übrigens sehr viel teurer.

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