Paris: Viel mehr als Eiffeltum, Montmartre und Louvre

111 Orte in Paris
111 Orte in Paris
Paris ohne Eiffelturm? Kaum vorstellbar! Darum ist es auch gut und richtig, dass Touristen, die das erste Mal in der französischen Hauptstadt sind, dort hinaufsteigen. Natürlich gehört auch die Mona Lisa im Louvre zum Pflichtprogramm, ein Spaziergang zur Sacre Coeur und vielleicht eine Fahrt auf der Seine. Was aber macht man in Paris, wenn man schon oft da war und viele unterschiedliche Seiten der Stadt bereits kennt? Ich habe Renée Grimaud gefragt. Sie hat gerade mit ihren Kolleginnen Sybil Canac und Katia Thomas das Buch 111 Orte in Paris (Werbelink) im Emons Verlag veröffentlicht und lebt seit 40 Jahren in der Stadt. Renée Grimaud ist Historikerin und Fachfrau für die Pariser Geschichte.

Reicht es aus, den Eiffelturm zu besichtigen, den Montmartre und die Champs-Elysées, um Paris kennenzulernen?
Man kennt Paris dann zwar noch nicht als Ganzes, aber immerhin hat man drei sehr wichtige Punkte in der Hauptstadt gesehen.

Paris als Ganzes – mit welchen drei Adjektiven beschreiben Sie die Stadt?
Magisch, bezaubernd und fesselnd.

Wo ist die Stadt genau so, wie Sie es beschreiben?
Es gibt nicht ein Paris, aber viele unterschiedliche Facetten der Stadt. Das Paris, das ich beschreibe, finden Sie in den typischen Denkmälern, aber auch in den schmalen Gassen, in den Parks, dem unterirdischen Paris, an den Flüssen, in den Cafés.

Wenn man schon mehrfach in in der französischen Hauptstadt war, warum sollte man nochmals zurückkommen?
Ich lebe seit 40 Jahren in der Stadt, und ich kenne noch immer nicht alles. Außerdem verändert sich die Stadt ständig. Und man kann jeden Tag neue Orte entdecken, die ungewöhnlich, vielleicht sogar etwas schräg sind.

Ein Tourist, der nur etwa acht Stunden Aufenthalt hat, was sollte der auf keinen Fall versäumen?
Er sollte an der Seine entlang spazieren, auf den Montmartre steigen, um Paris von oben zu sehen, eine Runde durch den Louvre machen, gutes Essen genießen und sich darum ein Baguette schmecken lassen.

Welches ist Ihr ganz persönlicher Lieblingsort in Paris?
Der Jardin Naturel, der Naturgarten, im 20sten Bezirk, weil man dort die Pflanzen wachsen lässt, wie sie wollen und weil das ein sehr friedlicher Platz ist.

Hat der Terror Paris und die Pariser verändert?
Ich glaube nicht, dass der Terrorismus das Verhältnis der Pariser zu ihrer Stadt verändert hat. Aber er hat das der Touristen zu Paris verändert: Viele haben Angst zu kommen und durch die Stadt zu spazieren.

Der Emons Verlag hat mir das Buch zur Rezension und Vorbereitung auf einen Tag in Paris kostenlos überlassen.

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