Outdoor-Ausstellung zu Köln in Trümmern

Outdoor-Ausstellung zu Köln in Trümmern
Station 1 der Outdoor-Ausstellung

Stell‘ dir vor, du organisierst eine Ausstellung und keiner geht hin. So geht es seit März 2020 durch die Corona-Pandemie vielen Museen. Auch dem Kölnischen Stadtmuseum, das zum 75jährigen Kriegsende die Ausstellung „Köln 1945 – Alltag in Trümmern“ zusammengestellt hat. Theoretisch läuft sie seit November 2020. Praktisch können erst ab morgen die Besucher dort durch die Räume gehen. 

Immerhin hat das Museum auf YouTube schon erste Einblicke und Erklärungen zur Ausstellung veröffentlicht. Außerdem gibt es ein Ausstellungsblog – und seit einigen Tagen auch eine Outdoor-Ausstellung. Die Karte mit den Stationen könnt Ihr online herunterladen. 

Outdoor-Ausstellung: Fast wie eine Schnitzeljagd

Der Spaziergang zu den zehn Stationen beginnt am Dom – wo sonst. Wir schauen uns auf der Suche zum Erklärschild allerdings erst einmal einige Minuten ratlos um. Schließlich wissen wir nicht so richtig was wir suchen – grau und rosa hatten wir auf den Fotos der Schilder gesehen. Aber im bunten Getümmel einer Großstadt ist das gar nicht so leicht zu finden. Fast wollen wir schon aufgeben, als mein Blick am Taubenbrunnen, also bei der Kreuzblume, auf einen Laternenpfosten fällt. Da ist ja das Schild! Es zeigt eine Prozession und sehr viele Zuschauer auf Trümmerbergen. 

Wir gehen links am Dom vorbei. Dort sind die Schaukästen von Foto Lambertin. Und auch wenn sie nicht zum Spaziergang gehören: Vorbeigehende sehen dort großformatige Bilder des zerbombten Kölns. Die nächste offizielle Station ist dann unten am Rhein am Mahnmal zum Gedenken an die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus.

Dann gibt es eine Station zum Schwarzmarkt und eine zu einer recht zerbrechlich wirkenden Notbrücke. Beeindruckend ist der Hinweis in der Salzgasse auf einen Notausstieg aus einem Luftschutzbunker: Wer sich an dieser Stelle etwas umsieht, findet ihn sogar noch.

Weitere Hinweisschilder sind beispielsweise an der Hohe Straße und an Sankt Gereon. Und im Stadtmuseum selbst erinnern Einschusslöcher an die dunkle Zeit der deutschen Geschichte. 

Mein Fazit: Weiß man einmal, wie die Schilder aussehen, sind sie leicht zu finden. Für meine Größe hängen sie manchmal etwas weit oben – ich kann also die Bilder eher erahnen als sehen. Aber zur Einstimmung auf die Ausstellung sind sie auf jeden Fall einen Spaziergang wert.

Und so sieht’s im Kölnischen Stadtmuseum aus

Klick das Bild an, damit sich die Story öffnet!

Outdoor-Ausstellung zu Köln in Trümmern

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