ÖPNV: Was in Karlsruhe besser ist

Automat in Karlsruhe
Automat in Karlsruhe

Neulich war ich in Karlsruhe. Vom Hauptbahnhof bin ich in die Innenstadt gelaufen, das sind gute zwei Kilometer. Die meiste Zeit ging ich an einer gigantischen Baustelle entlang, das hat mich an zuhause erinnert. Ich habe im Internet recherchiert und festgestellt, dass man eine U-Bahn baut. Hatte ich mir schon gedacht, denn die Baustelle sah tatsächlich so aus, wie ich sie vom Kölner U-Bahn-Bau kenne. Mit dem Unterschied, dass bisher in Karlsruhe noch kein Stadtarchiv eingestürzt und noch kein Kirchturm in Schieflage gekommen ist. Mir kennet alles außer Hochdeitsch, und ist es nicht so, dass die Bauingenieure, die an der Karlsruher Hochschule studiert haben, einen ziemlich guten Ruf haben? Vielleicht sollten wir von dort einmal jemanden beauftragen.

Auf dem Rückweg habe ich übrigens die Straßenbahn genommen. Feststellung 1, liebe KVB, man kann mehrere Tickets in einem Bezahlgang kaufen. Warum geht das bei uns nicht? Feststellung 2: BahnCard 50-Besitzer bekommen Rabatt für die Fahrt in der Stadt. Hätte ich in Köln auch gerne. Mein absolutes Highlight war aber die Toilettenbenutzung im Karlsruher Hauptbahnhof. Ich weiß nicht, wer die Kölner Situation kennt: Der Einlass-Automat nimmt nur Münzen und gibt kein Wechselgeld. Wer’s nicht passend hat, muss einen anderen Automaten vorm Toiletteneingang bemühen. Wenn dieser defekt ist, so wie meinem letzten Besuch dieses Ortes, muss man einmal um den Pudding auf die andere Seite gehen. Dort ist ein weiterer Eingang mit einem zweiten Wechselautomaten. Ich hatte Glück: Die Dame, die dort putzt, ließ mich durch die Toilette auf die andere Seite gehen. Dort konnte ich mein Geld wechseln und dann die Toilette ganz offiziell nach dem Einwurf der passenden Münzen betreten.

Gepäck 20 Minuten kostenlos einschließen

In Karlsruhe wechselt der Einlassautomat zumindest Münzen. Mit Scheinen hat man auch dort Pech. Grandios ist aber, dass vor der Toilette Schließfächer stehen, die man für 20 Minuten kostenlos benutzen darf. Wer also mal muss, muss nicht irgendwie sein schweres und unförmiges Gepäck durch das Drehkreuz wuchten, sondern lässt es ganz bequem hinter einer Tür verschlossen zurück. Und das für umme. Da hat mal jemand mitgedacht. Wie wär’s Köln, wenn wir die eine oder andere gute Sache aus Karlsruhe mal übernähmen?

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