Medizintourismus: Im Urlaub geplant zum Arzt gehen

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Medizintourismus: Behandlung im Urlaub
Medizintourismus: Behandlung im Urlaub

In den Grenzgebieten ist Medizintourismus längst Alltag: Deutsche gehen nach Polen zum Zahnarzt, weil die Behandlung dort günstiger ist. Schweizer und Dänen kommen dafür nach Deutschland. Das geht soweit, dass in einigen Praxen in Grenzregionen gezielt zweisprachige Angestellte eingestellt werden, und es auch die Homepage der Arztpraxis gleich in mehreren Sprachen gibt. Zum Thema Zahnersatz im Ausland habe ich für meinen Kunden Wirtschaftszeitung AKTIV 2015 einen Artikel geschrieben.

Ungewöhnlicher ist es aber, in den Urlaub zu fahren, und dort eine aufwendige Behandlung machen zu lassen. Doch auch das gibt es, und auf der Internationalen Tourismusmesse in Berlin war darum in diesem Jahr dem so genannten Medical Tourism, dem Medizintourismus, erstmals ein eigenes Segment gewidmet.

Vor- und Nachteile des Medical Tourism

Dafür, dass es recht groß angekündigt war, fand ich es eher klein und vor allem etwas lieblos. Aber Interessenten konnten sich dort informieren über Schönheitsbehandlungen, Wirbelsäulen- oder Ellenbogenoperationen, künstliche Befruchtungen oder Krebstherapien in Weißrussland, Dubai oder der Türkei. Die Vorteile dieser Behandlungen im Ausland liegen auf der Hand:

  • Sie sind entweder günstiger
  • oder erfolgsversprechender

als im Heimatland. Allerdings gibt es eben auch sehr viele Nachteile – angefangen bei Sprachproblemen bis hin zu Haftungsfragen. Für meinen Kunden Verbraucherblick habe ich mich mit diesem Thema auseinandergesetzt. In der Ausgabe vom April 2017 könnt Ihr digital die erste Seite kostenlos lesen, Seite 9 im PDF. Bei meiner Recherche habe ich mit dem Leiter der nationalen Kontaktstelle für grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung EU-Patienten.de und mit einem Juristen beim Europäischen Verbraucherzentrum.

Übrigens sollte der Medizintourismus nicht mit Gesundheitstourismus verwechselt werden. Bei letzterem geht es nämlich darum, gesund zu bleiben, also präventiv etwas zu tun. Zu Gesundheitsreisen gehören beispielsweise die Aktivwochen vieler gesetzlicher Krankenkassen.

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