Lecker Essen in Köln: GinYuu

Vorspeisenplatte
Vorspeisenplatte
Viererlei Sushi liegt auf meiner Vorspeisenplatte: Inside-out-Rollen, bei denen der Reis außen am Nori-Blatt haftet, scharfe Vulcano-Rollen, die man mit Süßkartoffelchips isst, Veggie-Rollen und Surf’n’Turf gibt es auch: Hier wird die Sushi-Rolle außen mit einer Scheibe Rindfleisch vervollständigt. Auch Frühlingsrollen und Samosas mit Curry-Gemüse-Füllung liegen auf der Platte sowie frittiertes Hühnchenfleisch in einer leichten Knoblauchpanade. Asiatisch angehaucht ist das Essen im GinYuu also auf jeden Fall, doch man findet hier auch Anklänge von Mexiko und Kalifornien, erklärt Kent Hahne, Inhaber der GinYuu-Kette. „Zielgruppe sind die jungen und junggebliebenen Städter zwischen 25 und 65“, sagt Hahne. Den Restaurantnamen spricht man übrigens ohne Sch-Laute, sondern mit G und J. Er leitet sich ab von einem thailändischen Sprichwort, das ins Deutsche übersetzt ungefähr bedeutet „einfach essen, leichter leben“.

Rechts und links vom Pazifik

Den Geschmacksmix der Region auf beiden Seiten des Pazifik nennt man asia pacific oder Asien-Pazifik, geboten wird also eine Mischung aus thailändisch-vietnamesich-kalifornisch-mexikanischem Essen. Dazu gehört auch Gang Panang, ausgesprochen wird das im GinYuu mit jeweils einem ä, also „Gäng Panäng“, wie mir der stellvertretende Restaurantleiter Marcel Salgert erklärt. Das ist ein Reisgericht mit Hühnchen und sechserlei Gemüse in einer Currykokosmilchsoße. Thai Mango Salat wird bei der Eröffnungsfeier auch gereicht, eine Kombination aus Karotte und anderem Gemüse mit getrockneten Shrimps und gepoppten Reisnudeln.

Snapchat-Geschichte: Eröffnungsfeier im GinYuu

Salgert habe im Schloss Lerbach gelernt, sagt er uns, damals sei jeder Tag eine Herausforderung gewesen, um noch besser zu sein. „Was ich dort gelernt habe, kann mir keiner mehr nehmen“, sagt er. Im GinYuu bestehe nun die besondere Herausforderung darin, ein neues Konzept umzusetzen und ständig zu optimieren: Systemgastronomie wird hier nämlich jetzt mit Service gekoppelt. Heißt: Kein langes Anstehen an Theken, um sich das Essen für teures Geld selbst an den Tisch tragen zu dürfen. Stattdessen gibt es Personal, das Bestellungen aufnimmt und das Essen bringt. Das war bei der Gründung der Kette noch anders gedacht. Außerdem, so Salgert, lassen sich die Gerichte oft noch an den individuellen Geschmack anpassen. So kann der Kunde häufig wählen, ob er Knoblauch will, ob’s scharf sein soll, und ob er Huhn oder Rind bevorzugt.

Es könnt’ alles so einfach sein …

Trotz der Eröffnungsfeier mit Sekt, Wein und Essensproben hängt über dem GinYuu derzeit noch eine dicke Wolke: Das Team um Kent Hahne kann nicht wie geplant heute eröffnen. Das Restaurant ist nämlich gekoppelt mit dem ehemaligen UFA-Palast am Ring – und dessen Renovierung ist noch nicht abgeschlossen. Eigentlich kein Problem, wenn da nicht der Brandschutz wäre. Die Fluchtwege führen derzeit noch auf eine Baustelle und können dementsprechend verstellt sein. Ärgerlich für Hahne, der den Mietvertrag bereits vor eineinhalb Jahren unterschrieben hat. „Aber nach zwei Gin Tonic habe ich beschlossen, mich nicht zu ärgern. Et es wie et es!“, sagt er, der in den USA geboren wurde, und mit seinen Eltern und fünf Geschwistern im Alter von sechs Jahren ins Rheinland zog. Das Kino soll am 15. Dezember eröffnen, kommt bis dahin noch etwas dazwischen, wird es wahrscheinlich erst 2017 werden. Solange wollen Hahne und sein Team jedoch nicht warten. Sie hoffen darauf, in den kommenden Tagen eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten tragbar und für die Gäste sicher ist.

Hahne ist übrigens Mitgründer der Vapiano-Kette, doch 2015 verkaufte er seine Restaurants. Seither legt er den Fokus auf GinYuu und Restaurants der Kette L’Osteria. Die zweite L’Osteria wird im Kölner Gürzenich-Quartier übrigens heute eröffnet. GinYuu gibt es mit dem Kölner Restaurant sechs Mal in Deutschland, ein Restaurant ist in Wien. Geplant sind in den kommenden Monaten Eröffnungen in Leipzig, Nürnberg, Dortmund und Hannover. Außerdem will die Kette jetzt verstärkt in die Schweiz und nach Großbritannien expandieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.