Kulinarische Reisevorbereitungen: Tel Aviv und das Neni-Kochbuch

Das Neni-Kochbuch neben einer Shakshuka
Leckere Rezepte aus der Neni-Küche und vieles mehr im Nein-Kochbuch

Nachdem Israel letztes Jahr den Eurovision Song Contest gewann, war klar, dass es für mich dieses Jahr im Mai nach Tel Aviv gehen würde. Mit der israelischen Küche hatte ich bislang so gar keine Berührungspunkte, deshalb habe ich mir das Kochbuch von Neni zur Rezension als PDF kommen lassen.

Was ist denn Neni?

Neni ist ein Restaurant in Wien, dass von einer israelischen Familie betrieben wird und mittlerweile ein paar weitere Filialen aufgemacht hat. So findet man Neni unter anderem bei uns in Köln. Bettina war einmal dort und fand es zu laut, bei mir steht der Besuch noch aus. Bei Neni gibt es viele Gerichte auf der Karte, die im Nahen Osten verbreitet sind, ohne dass man sie speziell Israel zuordnen kann.

Nun hat die Gründerfamilie Molcho letztes Jahr ein Kochbuch veröffentlicht, das so heißt wie ihre Restaurants – also Neni. Das sind übrigens die Anfangsbuchstaben der vier Söhne Nuriel, Elior, Nadia und Ilan von Chefin Haya Molcho. 

Kein klassisches Kochbuch, dafür viele interessante Menschen

Neni ist kein klassisches Kochbuch und somit ist der Untertitel „Food. People. Stories.“ schon eine sehr gute Zusammenfassung des Inhalts. Zwar gibt es jede Menge ausgesprochen appetitliche Rezepte, aber vor allem werden Menschen in Tel Aviv vorgestellt, die sich dort beruflich mit Essen beschäftigen: Das sind Fischer, Gewürzhändler, Restaurantbetreiber und viele mehr. Dabei geht es natürlich um deren persönliche Bindung zum Thema Essen.

Da Israel ein Einwanderungsland ist, in das auch heute noch Juden aus aller Welt kommen, erfährt man von den Protagonisten auch viel über ihre Herkunft und vor allem, wie ihre geographische Herkunft wiederum ihre Küche prägt. Denn die moderne israelische Küche setzt sich aus genau diesen Einflüssen zusammen. Gleichzeitig müssen die jüdischen Speisegesetze eingehalten werden, denn auch im Vergleich zum strengen Jerusalem wird in Tel Aviv überwiegend koscher gegessen. 

Restaurant und Food-Tipps für die Reise

Für meine Reisevorbereitungen war das Buch ein auch guter Berater. Ich habe mir bereits mehrere Restaurants in Tel Aviv rausgesucht, denen ich einen Besuch abstatten möchte. Mal schauen, wie viel Essen in eine Woche passt. Besonders gespannt bin ich auf das Abendessen bei Yael und Keren. Das Frauenpaar lädt mit seiner Firma Habanot zu privaten Dinnerpartys ein. Davon werde ich dann nach der Reise ausführlich berichten.

Neni-Rezepte zum Nachkochen

Natürlich ist es der Sinn eines Kochbuchs die Rezepte auszuprobieren. Ich muss sagen, dass mir persönlich viele Sachen zu aufwändig waren und die Zutaten nicht einfach so in jedem beliebigen Supermarkt erhältlich sind. 

Shakshuka mit Rezept
Die Shakshuka mit Merguez war ein Traum und sah auch gut aus (ist aber auch ein einfaches Rezept).

Aber dann entdeckte ich die beiden Shakshukas. Grob gesagt ist eine Shakshuka ein Tomateneintopf, in dem man Eier pochiert. Im Neni war eine sehr leckere Variante mit Merguez, also einer speziellen Rinderbratwurst, die ich ausprobiert habe. Bei der Zutatenliste bin ich über Sivri gestolpert. Das musste ich erst googlen: Es ist eine besonders scharfe, spitze Paprika. Da ich die hier nicht gefunden habe, behalf ich mir mit Peperoni, die Shakshuka wurde scharf genug.  

Spinat-Shakshuka
Auch die grüne Shakshuka ist zu empfehlen.

Eine weitere Variation ist die grüne Shakshuka mit Spinat. Die kommt ohne Tomaten aus. Ist sie dann überhaupt noch eine Shakshuka, mag man sich fragen. Neni-Chefin Haya liefert die Antwort neben dem Rezept gleich mit: „Wir haben schon unzählige Varianten von Shakshuka zubereitet, zum Beispiel mit Kichererbsen oder Auberginen. Es ist zudem ein gutes Resteessen, weil erlaubt ist, was schmeckt.“ Richtig.

Ein tolles Buch über die Küche Tel Avivs

Mein Fazit: Die Lektüre von Neni war unterhaltsam. Vor allem die Biographien der Tel Aviv-„Foodies“ fand ich sehr interessant. Die Rezepte sind toll anzusehen, nachkochen ist wie gesagt etwas aufwändig, aber mit den beiden Shakshukas hatte ich meinen Spaß. 

Neni bei Amazon (Werbe-Link – wenn jemand über diesen Link bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, der Preis bleibt gleich).

Neni wurde mir als PDF zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Über weitere Reisevorbereitungen zum Eurovision Song Contest haben Bettina und ich auch in unserem Op jück-Podcast gesprochen. Diese Folge findet Ihr hier:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: