Kaiserburg in Nürnberg

Kaiserburg
Kaiserburg

In Nürnberg muss man auf jeden Fall Lebkuchen kaufen, Nürnberger Bratwürstchen essen und die Kaiserburg besichtigen: Erwähnt wurde sie erstmals im Jahr 1050, erfahre ich bei einer Stadtführung im Rahmen meiner Bloggerreise. Doch tatsächlich war sie nie bewohnt. Sie stand für gewöhnlich leer – bis auf die Zeiten, zu denen der Kaiser Nürnberg besuchte. Dann transportierten die Bürger ihrer Möbel leihweise nach oben, und nach Abfahrt des Kaisers holten sie sie wieder zurück.

Ganz wichtig: der Brunnen

Das am besten gesicherte Gebäude auf der Burg war übrigens das Brunnenhaus mit seinem 20 Meter tiefen Brunnen. Der war besonders leicht zu vergiften, erklärt man mir. Und wenn der Kaiser und die Kurfürsten auf der Burg waren, dann hätte man viele wichtige Menschen mit einem Mal aus der Welt schaffen können. Das wollte man natürlich vermeiden, so war das Brunnenhaus in der Mitte des Vorhofes besonders gut gesichert.

Heute begrenzt die Burg die Altstadt im Norden, im Süden ist es das Opernhaus. Wer auf dem Platz vor der Burg steht, hat einen weiten Blick über die Stadt, sogar bis zum heutigen NS-Dokumentationszentrum in dem Gebäude, das als Kongresshalle gedacht war. Diese Sichtaxe ist gewollt, so erklärt man hier: Die Nazis wollten so eine Verbindung zur Vergangenheit herstellen, schließlich war Nürnberg viele Jahrhunderte schon eine Reichsstadt gewesen. Seit 2014 ist darum auf der Burg das Museum Kaiser – Reich – Stadt untergebracht, das Nürnbergs Geschichte in den historischen Räumen erlebbar macht.

Ich war auf Einladung der Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg 2016 in Nürnberg.

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