Im Mauermuseum am Checkpoint Charlie in Berlin

Infos zum Mauermuseum
Infos zum Mauermuseum
Es ist ziemlich eng, und es ist bis unter die Decke voll mit Bildern und Erklärtexten: das Mauermuseum in der Hauptstadt. Direkt am Checkpoint Charlie gelegen, dem ehemaligen Übergang zwischen DDR und Bundesrepublik, kommen hier Tag für Tag viele Touristen vorbei – und hinein in die etwas altmodische Ausstellung. Wo in anderen Museen längst multimediale Terminals mit Selbsterfahrungsmöglichkeiten stehen, hängen hier Erklärtexte, oft lang, häufig auch soweit oben im Raum, dass ich sie selbst mit Brille nicht mehr lesen kann. Die Inhalte sind aber auch viele Jahre nach der letzten DDR-Flucht noch unbegreiflich und beeindruckend: Beispielsweise flüchtete eine junge Frau in zwei Koffern auf der Ablage im Zug aus der DDR, und eine Mutter brachte ihr Kind im Einkaufswägelchen über die Grenze. Auch die Fluchttunnel, die die beiden deutschen Städte unterirdisch verbanden, werden in Bild und Text dokumentiert.

Pech hat allerdings, wer das Museum betritt, wenn eine Führung beginnt. Denn dann können die teils beklemmend engen Räume mit gut 30 Leuten voll sein. Je weiter man in die Ausstellung eintaucht, desto mehr entzerrt sich der Besucherstrom allerdings. Es lohnt sich, etwas Zeit mitzubringen, denn um die Geschichte und die Geschichten zu verstehen, muss man zwangsweise viele Erklärtexte verstehen.

Mit der Berlin Welcome Card ist der Eintritt vergünstigt. Und: Der Besuch lohnt sich!

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