Haustausch: Begegnung mit zwei Haustauschern aus Los Angeles

Alexis und Jim in Genf
Alexis und Jim in Genf

Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, es hat gute 20 Grad, Genf zeigt sich von seiner besten Seite, als sich rund 20 Leute an einem Samstagmorgen um 10 Uhr vor der Touristeninformation zu einem geführten Stadtspaziergang treffen. Sie kommen aus Frankreich, Deutschland, einige leben sogar in Genf, wollen aber die Stadt besser kennenlernen. Unter den Spaziergängern sind Alexis und Jim. Sie sind in ihren 70ern und erzählen, dass sie gerade das 18. Mal ihre Wohnung mit Fremden getauscht haben. So kommt es, dass sie nun einige Tage in der Nähe von Lausanne verbringen, während die Eigentümer dieser Wohnung im Appartement von Jim und Alexis bei Los Angeles sind.

Doch, sagt Jim, bei seinem ersten Wohnungstausch habe er auch Angst gehabt, dass die Wohnung danach nicht mehr so sei wie zuvor. Aber mit der Zeit werde man lockerer. Alexis sagt, sie seien in der Regel nicht die treibende Kraft für einen Wohnungstausch, sondern lassen die andere Seite auf sich zukommen. „Viele Europäer haben Angst davor, nach Los Angeles zu kommen“, sagt sie. „Sie haben zuviel über die Kriminalität dort gehört.“ Dabei sei Los Angeles wunderbar. „Wir leben in erster Linie wegen des Wetters dort“, sagt Alexis. Aber auch, weil dort kulturell so viel geboten werde: Theater, Oper, Kunst. Die Filmindustrie sei allerdings ziemlich tot in L.A., weil es zu teuer geworden sei, dort zu produzieren.

Was Alexis Home Exchangern rät:

Außer durch Kultur punktet Los Angeles natürlich auch mit seinen kalifornischen Stränden. Doch trotz der vielen Vorteile des Wohnortes bekomme man nicht zu häufig Anfragen für einen Wohnungstausch aus Europa. Vielleicht liegt das an den hohen Anreisekosten. Die sind jedoch aus Alexis‘ Sicht von Vorteil, wenn es um Wohnungstausch geht:

„Wenn sich die Leute einen Flug nach Los Angeles leisten können, wissen wir, dass wir finanziell ähnlich gestellt sind. So können wir sicher sein, ebenfalls in eine nette Wohnung zu kommen.

Über Haustausch waren die beiden US-Amerikaner schon in England, mehrfach in Paris, in Holland und auch in Deutschland – in Augsburg nämlich. Und im August also waren sie in der Schweiz.

„Jim: Was soll passieren? Sie sind in unserer, aber wir in ihrer Wohnung. Wohnungstausch funktioniert nur, wenn man sich gegenseitig vertraut.“

Alexis und Jim reisen offensichtlich oft und gerne. Beide waren schon in über 80 Ländern. „Und“, sagt Jim,“es sollen noch einige mehr werden“.

Jims Tipp für Home Exchanger:

Jim und Alexis empfehlen Home Exchange über Guardian Home Exchange. Ein anderer Anbieter ist beispielsweise Haustauschferien.

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