Gelesen: Urlaubsfeeling im Büro

Entspannter arbeiten mit “Urlaubsfeeling im Büro”

Puh, war das schön auf Jersey. Den ganzen Tag sich bewegend an der frischen Luft, kein Zeitdruck. Herrlich. Aber zack. Kaum war ich am Montag drauf im Büro, war alles wie immer. Eine Woche Urlaub ist für mich einfach zu kurz für nachhaltige Entspannung. Ich bin erstaunt, in dem eBook „Urlaubsfeeling im Büro(Werbe-Link zu Amazon), das mir der Haufe Verlag kostenlos zur Rezension überlassen hat, das Gegenteil zu lesen: Auch Wochenendtrips könnten so entspannend wie eine lange Auszeit sein, heißt es dort. Meine Erfahrung ist eine andere: Bei mir wirkt längerer Urlaub deutlich nachhaltiger. Früher bin ich grundsätzlich vier Wochen am Stück weggefahren. Das ist wirtschaftlicher, weil sich dann ein langer, teurer Flug eher lohnt. Und es bringt eine unfassbare Entspannung, die bis zu zwei Monate anhält – selbst, wenn man wieder im Alltag angekommen ist. Das ist zumindest bei mir so.

Fürs Urlaubsfeeling muss man erstmal Stressoren enttarnen

Leider waren so lange Auszeiten in den vergangenen Jahren nicht mehr möglich. Schade. Seither stelle ich aber genau das fest: Die Erholung ist an Tag 1 zurück im Büro wieder vorbei. Seither frage ich mich, ob es irgendwelche Tricks und Tipps gibt, wie man seine Entspannung länger vorhalten kann. Darum hat mich das Haufe-Büchlein sofort angesprochen. Denn es verspricht genau diese Informationen. Da es nur 150 kleine Seiten hat, lässt es sich sehr schnell lesen – beispielsweise im Zug oder Flieger auf dem Weg in den Urlaub, um danach länger entspannt zu bleiben. Die ersten Seiten habe ich nur quer gelesen: Ich weiß, dass ich Fehler mache, wenn ich Stress habe. Ich weiß, dass das Leben gesünder ist, wenn man Sport macht, und ich weiß, dass ich im Arbeitsalltag häufiger Pausen machen sollte.

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Was hast du heute Schönes erlebt? – Setze den Fokus!

Das erste Mal aufgemerkt habe ich bei der Übung „Täglich das Schöne notieren“. Die kenne ich schon lange, habe sie aber nie umgesetzt. Letzte Woche habe ich mich mit einigen Freunden noch darüber unterhalten, wie sehr so etwas den Geist unterstützen soll – und dann lese ich diese Übung in diesem Buch. Für mich ist das ein Zufall, mir fällt also etwas zu – oder anders gesagt: Ich werte das als Zeichen, es einfach mal auszuprobieren. Als Fan der digitalen Welt habe ich daraufhin die App Day One, eine Art digitales Tagebuch installiert. Damit kann man neben Text auch Fotos oder Geodaten speichern. Tschüß Datenschutz – aber vielleicht hat es ja trotzdem eine positive Wirkung. Da muss jeder selbst abwägen, was ihm oder ihr wichtig ist. Oder eben ein papiernes Tagebuch wählen.

Digitales Tagebuch für mehr positive Gefühle im Alltag

Gute Tipps für mehr Urlaubsfeeling im Alltag

Entzückend finde ich natürlich den Rat, oft Kurzurlaub am Wochenende zu machen, weil man so die Arbeitsblöcke in kleinere und übersichtlichere Blöcke teilt. Bekanntlich bin ich ein großer Freund der Wochenendtrips. In diesem Jahr war ich in schon in Berlin und Würzburg, vor mir habe ich noch Bayreuth und den Teutoburger Wald. Auch der Tipp des Power Napping gefällt mir gut. Wenn ich zuhause arbeite und es mir erlauben kann, mache ich immer gerne ein 20-minütiges Mittagsschläfchen. Was ich auch für eine gute Ideen halte: Den Urlaub an einem Mittwoch beginnen und beenden. So sind zwei Arbeitswochen kürzer als üblich, und das kann gut tun. Ein weiterer Lieblingstipp:

Manches erledigt sich von selbst - Screenshot
Ist bei mir oft so 😉

Als Selbstständige ist Vieles anders

Als Selbstständige finde ich trotzdem nicht alle Tipps gegen das so genannte Post-Holiday-Syndrom umsetzbar: Wenn ich nicht arbeite, verdiene ich kein Geld. So ist es also auch, wenn ich im Urlaub bin. Dementsprechend muss ich nach dem Urlaub schon ranklotzen. Ein langsames wieder Reinkommen, wie es im Buch beschrieben ist, ist eher selten drin. Außerdem ist man als Selbstständige eben selbst und ständig. Wenn ich also im Urlaub nicht regelmäßig Mails checke, werde ich nach dem Urlaub davon erschlagen. Darauf habe ich keine Lust. Außerdem wäre mir so schon der eine oder andere lukrative Auftrag entgangen. Also lese ich meine Mails auch im Urlaub täglich – aber eben nicht ständig.

Grundsätzlich sehe ich mich auch nicht als Opfer der modernen Technologien. Ich fühle mich nicht gezwungen, ans Telefon zu gehen, nur weil es klingelt. Das gilt fürs Festnetz genau so wie fürs Handy, für den Urlaub genau so wie für die Arbeitszeit. Und ich fühle mich auch nicht gezwungen, jede Mail zu beantworten oder jede Nachricht, die mich per Messenger erreicht. Und schon gar nicht sofort. Vielleicht bin ich also einfach schon sehr weit, was das Thema „Urlaubsfeeling erhalten“ anbelangt. Auch wenn diese Tipps bei mir nicht so richtig wirken. Aber vielleicht hilft das digitale Tagebuch ja in naher Zukunft. Oder eben doch der lange Urlaub, der im Winter ansteht.

Mein Fazit: Je weiter ich in dem Büchlein vorankam, desto mehr wurde es zu einem Buch mit dem Fokus Stress- und Zeitmanagement oder Burn out Prävention. Davon habe ich aber schon viele gelesen, insofern überraschte mich nicht mehr viel: Die Eisenhower-Matrix ist mir genau so bekannt wie das Pareto-Prinzp. Falls Ihr davon allerdings noch nie gehört habt, und falls Ihr Arbeitnehmer seid, dann kann dieses Buch für Euch durchaus hilfreich sein. 

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