Ein himmlischer Burger und anderes Grillgut

Grillen in der Luft
Grillen in der Luft

Gut, dass sich das Gerüst, das da am Baukran in 40 Metern Höhe hängt, am Ende noch dreht. Sonst hätten die, die mit dem Rücken zum Dom sitzen, nämlich nichts von der tollen Sicht gehabt: 22 Leute sind gut festgegurtet auf ihren Sitzen, die wiederum an einem umlaufenden Tisch befestigt sind. Innerhalb des so entstehenden Rechtecks stehen auf einer Bodenplatte zwei Grillmeister von Weber Grill und ein Mitarbeiter von Dinner in the Sky Deutschland. Die Grillmeister haben gut zu tun: Sie müssen in der Viertelstunde, in der das Gerüst in der Luft ist, Pulled Pork Burger zubereiten und verteilen und jeden Gast mit Getränken versorgen.

To be honest, würde der Ami sagen, und dabei vorsichtig von unten nach oben schauen, um ehrlich zu sein: Der Pulled Pork Burger war etwas trocken. Allerdings bin ich auch verwöhnt, was Pulled Pork angeht, denn diese Burger sind in Memphis fantastisch. Sie müssen richtig schwimmen in Soße – dann allerdings wären sie sehr schlecht mit Hand zu essen. Und man würde sich selbst einsauen, die Sitze, den Tisch – und eventuell auch noch Leute am Boden, die die Speisereste abbekämen.

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Grillen auf unterschiedlichste Weise

Viel Rauch
Viel Rauch

A propos Boden: Dort gab es am Tag des Gartens in der Kölnmesse natürlich auch jede Menge unterschiedlicher Grills zu sehen. Da war die Plancha, eine heiße Platte, auf der bei der Vorführung Nudeln gemacht wurden: Weißwein dazu, Tomaten, Sahne, Kräuter – et voilà! Es muss also nicht immer Fleisch und Fisch sein. „Schmeißen Sie drauf, was sie wollen“, sagte die Dame während der Vorführung, es schmeckt immer. Nur für Slow Food sei es nicht geeignet, weil es so schnell gehe. In der Tat wurden bei der Show in 30 Minuten fünf unterschiedliche Gerichte gezaubert.

Bison und Gemüse auf den Grills

Bei der Grillshow mit einem ehemaligen Vize-Grillmeister kam Bison auf den Kohle Grill. Da der Deckel des kastenförmigen Gerätes zu war, sah man nicht, wie sich das Fleisch entwickelte. Aber wir erfuhren, dass es vorher drei Stunden eingeschweißt im Wasserbad war, das macht das Fleisch zarter. Dann massierte man Salz und Öl ein und legte die Fleischstücke auf den Grill. 56 Grad Celsius soll das Fleisch innen haben, darum hat der Vize-Grillmeister ein Thermometer eingesteckt. Und damit man das schöne, rautenförmige Grillmuster erhalte, solle man das Fleisch einmal Richtung zehn Uhr, einmal Richtung zwei Uhr ausrichten. Zum Bison lautet die Empfehlung: Wildkräutersalat aus Fenchel, rotem Klee und Löwenzahn mit einem Dressing aus Essig und Öl, Himbeeren, Johannisbeeren und Senf. Und zusätzlich sollte man noch Petersilienwurzel und rote Beete auf den Grill legen.

Pizza aus dem Ofen

Gegenüber bei den Napoleon-Grills drehten sich Gemüse- und Hähnchenspieße. Ich bekam ein Stück zum Probieren, Hühnchen eingewickelt in Speck und mit Curry gewürzt – erste Sahne! Auch ein Vertreter für einen holzgefeuerten Pizza-Ofen für den Garten ist da: 45 Minuten muss der Ofen vorgeheizt werden, der Pizzafladen mit viel Käse drauf braucht dann nur noch drei bis vier Minuten. „Außen muss sie knusprig sein, ein wenig schwarz“, heißt es, „innen dagegen schön weich“.

Bei Grillson gab es gerade keine Vorführung. Aber der Repräsentant erzählt uns, dass seine Grills mit Pellets geheizt werden. Man habe beispielsweise auch Whiskey- oder Rosmarin-Pellets, die dem Gegrillten einen besonderen Geschmack verliehen. Für den Balkon gibt es eine Lightversion – doch auch wenn sie weniger als 1.500 Euro kosten würde, wäre sie immer noch eines: viel zu groß für unseren Balkon. Da sind wir wieder bei unserem alten Problem: Grillen an sich ist sehr cool. Aber man muss den entsprechenden Platz für die Geräte haben.

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