Dresden: Altstadtspaziergang bei Regen

Dresden bei Regen
Dresden bei Regen

Es regnet in Dresden. Wie immer, wenn ich zu Besuch bin. Zunächst hoffe ich, dass es nur ein kurzer Schauer ist, denn der Horizont ist hell. Doch der Donner kracht, Magnet- und Postkartenverkäufer bauen ihre Stände ab. Es ist ernst.

Ich bin gewillt, einen Schirm zu kaufen. Doch ich finde keine Gelegenheit. Nach 45 Minuten ist es auch egal: Die Hose klebt, der Pulli ist nasskalt, Haarsträhnen hinterlassen feuchte Spuren im Gesicht, mein Gesichtsfeld ist durch die großen Tropfen auf der Brille ausgefranst.

Die netten Cafés und Restaurants locken mit trockenen Plätzen und Eierschnecke. Aber ich habe nur eineinhalb Stunden Zeit. Also spaziere ich vorbei am Altmarkt Richtung Zwinger, Semperoper, Elbe, Frauenkirche. Wie bei den letzten beiden Besuchen 1989 und 2006 auch. Im strömenden Regen. Irgendwann, so wünsche ich mir, möchte ich Dresden gerne mal bei Sonnenschein sehen.

Plötzlich ertönt süddeutsche Karnevalsmusik, Guggemusik. Die lebhaften Tönen passen nicht so recht in diesen barocken Frühherbst an der Elbe. Aber sie erfüllen ihren Zweck. Nicht nur ich vergesse den Regen. Als die Musik verstummt, hat der Regen aufgehört. Wie schön!

Umzug in Dresden

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