Warum der Besuch im EL DE Haus in Köln das Herz berührt

Es gibt kaum einen traurigeren Ort in Köln als das EL DE Haus am Appellhofplatz. Dort ist, auch wenn es der Name nicht vermuten lässt, das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln untergebracht. Und das mit gutem Grund: Leopold Dahmen, Gold- und Uhrengroßhändler, vermietete das Haus seinerzeit nämlich an die Gestapo. Aus den Initialen des ehemaligen Hausbesitzers…

Stadtwandern in Köln: Decksteiner Weiher

Bei Sonnenschein gibt es kaum einen schöneren Ort in Köln als den Decksteiner Weiher. Der künstlich angelegte Weiher in Lindenthal ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen, wenn man die Gleuer oder die Bachemer Straße immer stadtauswärts fährt. Leider ist er kein Geheimtipp unter den Kölnern. Heißt: Obwohl er nicht gut an den ÖPNV angebunden…

Garzweiler: Tagebau und Geisterdörfer als Tourismusmagnet

Man kann für oder gegen den Kohleabbau sein: Beide Seiten haben gute Argumente. Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen. Denn Op jück ist keine politische Plattform, sondern ein Unterwegs- und Genussblog mit dem Schwerpunkt auf Köln und NRW. Mit dieser Fokussierung kommt man aber an einer Sache nicht vorbei. Und das sind…

Lohmar: Zu Besuch auf dem Milchbauernhof

„Wenn Sie Milch haben, nehme ich gerne einen Kaffee“, sage ich. Kaum ist der Satz draußen, fällt mir auf, wie dumm er ist. Natürlich hat Birgit Weiler Milch. Mehr, als sie an einem Tag trinken könnte. Kein Wunder, dass die Landwirtin schmunzelt, als sie meine Antwort hört. Sie geht zum Kühlschrank und bringt Milch von…

Ein Abend in Hagen

Nena. Natürlich. Nena kommt aus Hagen. Und wenn ich ein bisschen nachdenke, dann fällt mir auch noch Extrabreit ein und die Humpe-Schwestern. Doch das alles ist lange her. Es war in den 80ern, dass die Stadt zwischen Wuppertal und Dortmund durch die von dort kommenden Musiker bekannt war. Heute leben hier etwa 200.000 Menschen –…

Was das Picasso-Museum in Münster mit einer Krimiautorin zu tun hat

Da ist das Meer: mal etwas zu dunkel, dann sehr hell, mal deutlich zu erkennen, dann wieder eher erahnbar. Monet, Renoir, Courbet, die großen französischen Impressionisten, sie alle scheinen bevorzugt in der Normandie gemalt zu haben, denn ihre Bilder sind noch bis Mitte Januar 2018 in Münster zu sehen, vereint unter dem Titel „Die Impressionisten…

So schön ist der Aasee in Münster beim Herbstspaziergang

Wüsste ich es nicht besser, ich würde denken, ich sei an der See: Auf dem Wasser sind Boote, eine Frau wird von Vögeln umkreist, denen sie Brotkrumen zuwirft. Auf einer der Bänke am Halbrund sitzt ein Mann in der kühlen, aber trockenen Herbstluft und schaut auf das Wasser. Mich führt mein Weg in Münster aus…

ANUGA 2017: Kulinarische Weltreise in der Kölnmesse

Mir ist ein bisschen schlecht. Das ist kein Wunder, denn ich bin innerhalb von zwei Stunden von Italien nach Griechenland nach Thailand und noch viel weiter geschlendert. Und überall habe ich lokale Spezialitäten probiert: Hier ein Stück schwarzes Maisbrot aus Italien, dort getrockneten Ingwer aus Vietnam, ein Lachshäppchen auf die Hand, Gnocchi aus roter Beete….

20 Jahre Tag der offenen Moschee am 3. Oktober

1997 gab es den ersten Tag der offenen Moschee. Er findet jährlich am 3. Oktober statt, und soll seinen Ursprung laut Wikipedia in Köln haben. An diesem Tag können auch Nicht-Muslime Moscheen besichtigen und sich dort über die Religion informieren. In Köln-Ehrenfeld wird der 3. Oktober gut genutzt: Als ich 2013 schon einmal dort war,…