Lohmar: Spaziergang im Friedwald

Zwei Mountainbiker in grellgelben Trikots fahren vorbei. Sie sind die einzigen Farbkleckse an diesem grauen Samstagmittag im Friedwald zwischen Siegburg und Lohmar. Es ist Januar, und dementsprechend herrschen hier die Farben braun und grau vor. Selbst die beiden Mütter, die ihre Kinderwägen durch den Wald schieben, sind in dunkle Farben gekleidet, genau so wie das…

Berlin: Warum die Karl-Marx-Allee einen Spaziergang wert ist

Es mag 20 Jahre her sein, dass ich während eines Praktikums mit einem Taxifahrer auf der Berliner Karl-Marx-Allee, irgendwo zwischen Alexanderplatz und Friedrichshain, ins Gespräch kam. „Hier wurden früher rauschende Feste gefeiert“, erinnerte er sich, hier, das ist auf den Dachterrassen der Häuser, die die breite Straße säumen. Zucherbäckerstil nannte man diese Architektur im Volksmund…

Fotografieren im Medienhafen in Düsseldorf

Sie sind gelb, grün und blau, und ihre Hände und Füße sind deutlich übergroß: Flossenmänner kraxeln an einer Fassade nach oben, eine andere windet sich spiegelnd in die Umgebung. Es ist der Medienhafen in Düsseldorf, in dem so unterschiedliche Architektur zu sehen ist, die modernen Häuser begrenzen ein altes Hafenbecken. Aber immer wieder mischt sich…

Spaziergang durch die Höfe der Abtei Brauweiler

Wer alt ist, der kann Geschichten erzählen. Das würde auch für Gebäude gelten, wenn sie denn reden könnten. Die Abtei Brauweiler bei Köln beispielsweise hat eine so lange Geschichte, dass man vermutlich sehr lange zuhören könnte, bis alles gesagt wäre. Schließlich wurde schon um 1024 mit dem Bau eines Klosters an diesem Ort begonnen. Doch…

Kocht, was er mag: Fabrizio vom Berliner Restaurant Rusty

Einen Auflauf würde er sich zum Geburtstag kochen, einen Auflauf, wie ihn seine Oma in Italien früher gemacht hat: mit Schinken, Eiern und Sahne, mit Hackbällchen aus Mortadella und allem, was der Kühlschrank so hergibt. Fabrizio Cervellieri strahlt, als er an dieses Gericht denkt. Und vielleicht, so scheint er zu denken, sollte er es auch…

Warum der Besuch im EL DE Haus in Köln das Herz berührt

Es gibt kaum einen traurigeren Ort in Köln als das EL DE Haus am Appellhofplatz. Dort ist, auch wenn es der Name nicht vermuten lässt, das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln untergebracht. Und das mit gutem Grund: Leopold Dahmen, Gold- und Uhrengroßhändler, vermietete das Haus seinerzeit nämlich an die Gestapo. Aus den Initialen des ehemaligen Hausbesitzers…

Stadtwandern in Köln: Decksteiner Weiher

Bei Sonnenschein gibt es kaum einen schöneren Ort in Köln als den Decksteiner Weiher. Der künstlich angelegte Weiher in Lindenthal ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen, wenn man die Gleuer oder die Bachemer Straße immer stadtauswärts fährt. Leider ist er kein Geheimtipp unter den Kölnern. Heißt: Obwohl er nicht gut an den ÖPNV angebunden…

Garzweiler: Tagebau und Geisterdörfer als Tourismusmagnet

Man kann für oder gegen den Kohleabbau sein: Beide Seiten haben gute Argumente. Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen. Denn Op jück ist keine politische Plattform, sondern ein Unterwegs- und Genussblog mit dem Schwerpunkt auf Köln und NRW. Mit dieser Fokussierung kommt man aber an einer Sache nicht vorbei. Und das sind…

Lohmar: Zu Besuch auf dem Milchbauernhof

„Wenn Sie Milch haben, nehme ich gerne einen Kaffee“, sage ich. Kaum ist der Satz draußen, fällt mir auf, wie dumm er ist. Natürlich hat Birgit Weiler Milch. Mehr, als sie an einem Tag trinken könnte. Kein Wunder, dass die Landwirtin schmunzelt, als sie meine Antwort hört. Sie geht zum Kühlschrank und bringt Milch von…