Blind Booking mit der Germanwings

Sicher, ein Wochenende eben mal wegfliegen, das ist nicht umweltfreundlich. Aber es wird Reisesüchtigen mit dem Blind Booking von Germanwings sehr leicht gemacht. Das Angebot ist absolut nicht neu. Genau darum bin ich immer wieder erstaunt, dass es so unbekannt ist.

Blind Bookings von Germanwings ist schnell erklärt: Die Fluggesellschaft bietet verschiedene Pakete an, beispielsweise „Kultur“, „Party“ oder „Metropolen“. In jedem Paket sind verschiedene Städte enthalten. Wir sich für „Kultur“ erwärmt, könnte beispielsweise in Barcelona, Dresden, Lissabon oder Mailand landen. Der Witz an der Sache: Wohin genau man fliegen wird, erfährt man erst, nachdem man bezahlt hat. Man bucht also einen Überraschungsflug ab 33 Euro für eine Richtung. Mit der Wahl eines Paketes gibt man nur eine grobe Richtung vor. Dabei sollte man den Titel des Paketes nicht zu ernst nehmen: Wer sich für „Party“ entscheidet, muss nicht zwangsläufig auch eine Party feiern. Er kommt aber in eine Stadt, in der das theoretisch möglich wäre. Ich selbst war mit dem Blind Booking schon in Wien und Genf.

Blind Booking für Fortgeschrittene
Nun kann es passieren, dass man sich für ein Paket entschieden hat, in dem eine Stadt enthalten ist, die man auf keinen Fall anfliegen möchte. Dann lässt sich diese ausschließen. Das kostet pro Flug fünf zusätzliche Euro. Statt 66 Euro käme man also beim Ausschluss einer Stadt schon auf 76 Euro. Allerdings kann man sparen und das Schicksal ein bisschen beeinflussen, wenn man sich den Flugplan des Flughafens genauer ansieht, von dem man startet. Nehmen wir an, jemand entscheidet sich für das Paket „Wandern & Natur“, will aber auf keinen Fall nach Knock. Dann wird ihm ein Blick in den Flugplan beispielsweisedes Kölner Flughafens zeigen, dass Germanwings von dort derzeit nur samstags nach Knock fliegt. Wähle ich also einen anderen Tag für den Abflug, muss ich Knock nicht ausschließen und spare pro Person diese zehn Euro. Und selbst, wenn Germanwings am Abflugtag nach Knock fliegen sollte, könnte es sein, dass sie am gewählten Rückflugtag nicht fliegen. Also kann Knock nicht als Überraschungsziel herauskommen.

Sparen lässt sich auch beim Gepäck: Ein Koffer, der aufgegeben wird, kostet 15 Euro pro Flug. Aus 66 Euro würden so 96 Euro. Natürlich kommt es darauf an, wie lange man weg ist. Geht es nur um zwei Übernachtungen für ein Wochenende, sollte man sich überlegen, ob man wirklich drei Paar Schuhe zum Wechseln braucht, zwei Hosen und einen Rock sowie eine Ersatzjacke. Weniger Gepäck ist in diesem Fall mehr gespart. Und in ein Köfferchen, das als Handgepäck durchgeht, passt locker die Wäsche für ein Wochenende.

Noch ein Tipp: Bei unserem letzten Blind Booking gab es keine Flüge am gewählten Datum vom Flughafen Köln/Bonn. Da wir in einem Ballungsgebiet wohnen, haben wir das Spiel mit einem anderen Abflughafen wiederholt. Und siehe da: Dort gab es Flüge – und die flogen zu anderen Zielen als die Flieger von unserem Heimatflughafen. So kamen wir schließlich nach Genf – und hatten ein bezauberndes Wochenende.

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