Bei McDonald’s in Qingdao

Bestellt hatten wir etwas anderes
Bestellt hatten wir etwas anderes

Es war eine der lustigsten Geschichten, die mir je beim Reisen passiert ist: Wir waren in Qingdao, in China. In unserem Hotel gab es chinesisches Frühstück, für das wir uns ganz ehrlich nicht erwärmen konnten. Am Vortag hatten wir an der Marina eine Bäckerei gefunden und dort gut gefrühstückt. Nun wollten wir in die Altstadt gehen, und nahmen an, dass wir auch dort ein Café finden würden.

Es war in der Zwischenzeit gegen Mittag, und wir hatten nichts gefunden, das auch nur ansatzweise wie ein Café aussah. Die chinesischen Schriftzeichen halfen uns leider auch nicht weiter, da wir kein Chinesisch verstehen. Wir hatten wohl den Paulaner Biergarten gefunden, doch der hatte noch zu – und überhaupt: Kraut und Wurst zum Frühstück?

Wir gingen die Hauptverkehrsstraße entlang und sahen ein chinesisches Fastfood-Restaurant. Wunderbar, dachten wir, dort werden wir wenigstens irgendetwas zu essen bekommen. Doch als wir die Straße überqueren wollten, drückte uns jemand Gutscheine für McDonald’s in die Hand. Perfekt! Auf den Gutscheinen waren Bilder. Wir müssten also nur unsere Gutscheine abgeben, bezahlen, und bekämen genau das zu essen, was wir wollten. Dachten wir.

Was ist da schief gelaufen?

Wir bestellten unserer Meinung nach einen Burger mit Cola und einen Wrap mit Saft. Ich musste das Doppelte von dem bezahlen, was ich ausgerechnet hatte. Aber was soll’s? ich konnte ja sowieso nicht widersprechen. Ich wartete, während neben mir alle anderen sehr schnell ihr Essen bekamen. Dann kam eine Dame mit zwei Tabletts auf den Händen um die Ecke: Wir bekamen drei große Getränke, drei Burger, frittierte Hähnchenstücke, eine Tasche mit Bananenfüllung und Fritten.

Ich lachte laut, so dass sich alle zu mir umdrehten, aber ich konnte nicht aufhören zu lachen. Es ist uns ein Rätsel, wo in der Kommunikation was schief gelaufen ist, aber da saßen wir nun mit unserem Berg Fastfood. Und haben alles gegessen. Wir hatten schließlich Hunger – und zurückgeben konnten wir es sowieso nicht. Bis heute weiß ich übrigens nicht, was in einem der drei Halb-Liter-Becher war. Es war pink und es schwammen schwarze Brocken darin. Den Geschmack konnten wir nicht zuordnen. Aber getrunken haben wir es trotzdem.

Nach dem Essen setzten wir unseren Spaziergang durch die Altstadt fort. Um die nächste Ecke sahen wir zwei ganz entzückende Cafés. Naja. So ist es ja immer. Aber so haben wir zumindest eine Geschichte, über die wir noch lange lachen werden.

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