App-Test: Tripcast

Tripcast
Screenshot Tripcast

Tripcast ist eigentlich eine sehr vielversprechende App: Man soll seine besten Reiseerinnerungen schnell und einfach als Fotos und Videos mit anderen teilen können. Was mit Reiseeindrücken funktioniert, ist natürlich auch mit jedem anderen Erlebnis möglich: seien es Impressionen vom Wintereinbruch in einer Stadt, die der Lokaljournalist so veröffentlichen möchte, von einer Demonstration oder einem Konzert. Sprich: Im Prinzip ist die App gut geeignet, um von unterwegs zu berichten. Als besonderes Bonbon werden die Fotos mithilfe der Geo-Daten auf einer Karte dargestellt. Das klingt zunächst gut, hat aber einige Tücken.

Um die App zu nutzen, muss man sich über Facebook oder Google anmelden, oder sich mittels Mailadresse registrieren. Dann klickt man das Pluszeichen, um einen neuen Trip anzulegen und gibt der Reise einen Namen. Was mir im zweiten Schritt nicht gefällt, ist, dass ich Leute benennen muss, die ich zu meiner Reise einladen möchte. Das ist zwar dann praktisch, wenn ich nicht möchte, dass jedermann meine Erlebnisse sehen kann. Unpraktisch ist es aber, wenn ich ein möglichst großes Publikum erreichen will. Zwar kann ich auch einen Link erzeugen, den ich via Twitter und Facebook einer beliebig großen Menge an Leuten mitteilen kann. Doch derjenige, der meine Erlebnisse verfolgen und über neue Posts auf dem Laufenden bleiben will, muss sich bei der App registrieren. Tut er das, kann er meine Reise auch im Webbrowser verfolgen, er benötigt also nicht zwingend ein Smartphone.

Tripcast
Screenshot Bilder auf Karte

Die App fordert im dritten Schritt dazu auf, einen kurzen Einführungstext zum Event zu schreiben. Und dann kann’s losgehen: Mit dem Plusbutton kann ich Bilder hinzufügen, Videos, Notizen und Orte. Zu jedem Bild und Video kann ich bei Bedarf eine Erklärung schreiben. Und jetzt kommt der nächste große Nachteil der App: Will ich Bilder und Videos in meinen Trip hinein laden, benötige ich einen guten Internetzugang. Heißt: Ohne W-Lan oder mindestens 3G wird es schwierig, ein Video zu veröffentlichen. Steht kein W-Lan zur Verfügung, benötige ich allerdings einen Vertrag mit guten Datenkonditionen, denn sonst wird mein Reisebericht schnell teuer.

Fazit: Eigentlich ist Tripcast eine gute Möglichkeit, ein Reisejournal zu führen, ohne dazu ein Blog anlegen und pflegen zu müssen. Den größten Nachteil sehe ich aber darin, dass sich Rezipienten erst einmal registrieren müssen, um meine Veröffentlichungen lesen zu können. Das ist von Vorteil, wenn ich den Kreis derer, die ich informieren möchte, klein halte. Um nur für mich meine Erinnerungen an ein Event zu sammeln, ist Tripcast nicht schlecht. Allerdings darf ich dabei nicht vergessen, dass ich auf einen guten Internetzugang angewiesen bin.

Tripcast gibt es für Android und Apple. Die Bilder dieser Reise sind übrigens von einer Gesundheitswoche auf Borkum.

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