App in den Süden

Screenshot Steller
Screenshot Steller

Smartphones sind Alleskönner – und das in jeder Situation. Wer sein Gerät mit in den Urlaub nimmt, hat einen persönlichen Assistenten für viele Lebenslagen bei sich. Das internetfähige Handy navigiert genau so durch den fremden Urlaubsort, wie es den Ferienbildern einen ganz individuellen Schliff gibt.

Eine der wichtigsten Fragen im Urlaub ist: Wie wird morgen das Wetter? Zwar haben Smartphones in der Regel bereits eine Wettervorhersage-App von Werk aus installiert – aber es geht noch besser. Beispielsweise mit der Wetter-App von Yahoo, die es für Android- und Apple-Geräte kostenlos gibt. Sie sagt das Wetter stundengenau vorher, und hat detaillierte Informationen zum Niederschlag und der Windstärke.

Nächster wichtiger Punkt: Wie finde ich mich in der fremden Stadt zurecht? Die Anbieter von Navigationsgeräten haben auch Apps fürs Smartphone entwickelt. Wer sie kauft, spart sich ein zweites Gerät in der Tasche beziehungsweise die Kosten, um eines mit dem Mietwagen zusammen zu leihen. Navigon-Apps beispielsweise gibt es für Android, Apple und Windows Phone, Tomtom für Apple und Android. Kurzentschlossene, flexible Reisende oder Urlauber auf einem Roadtrip profitieren von den Last-minute-Hotel-Apps. Diese aktualisieren ihr Angebot im Regelfall vormittags, und wer dann schnell ist, kann ein echtes Schnäppchen machen. Hier bieten sich beispielsweise die Apps Hotels now, nur Apple, Hotel tonight, Android und Apple oder Book it now, Android und Apple an. Aber Achtung! Sie sind nicht in jedem Land aktiv – darum schon zuhause überprüfen, ob es Angebote im Urlaubsland gibt.

Die richtigen Apps für die besten Urlaubsbilder

Das Wichtigste am Urlaub sind jedoch die Bilder. Die Auswahl an Foto-Apps ist erschlagend. Darum hat die Redaktion für Sie eine Auswahl getroffen und stellt hier ihre aktuellen Lieblinge vor:

Oggl: Wem Instagram auf Dauer zu langweilig ist, der sollte sich mit Oggl auseinandersetzen. Mit der App hat man im Prinzip unzählige Filter-Möglichkeiten – je nachdem, wie man „Linsen“ und „Filme“ kombiniert. Das hat seinen Preis: eine Mitgliedschaft kostet im Jahr rund neun, für drei Monate rund drei Euro. Dafür kann man seine Filterfavoriten speichern und hat eine intelligente Vorschau, die das Motiv in klein mit den entsprechenden Filtern bearbeitet anzeigt, bevor man sich für einen entscheidet. Man kann Oggl aber auch ohne Mitgliedschaft nutzen – hat dann jedoch weniger Filtermöglichkeiten. Nachteil von Oggl: Die App ist komplex, und man muss sich hineinarbeiten, um sie mit Spaß nutzen zu können. Oggl gehört zu Hipstamatic und ist für Apple und Windows Phone verfügbar.

Snapseed: Bildbearbeitungsprogramm für Android und Apple. Zugegeben: Sie ist nicht ganz intuitiv zu verstehen. Das liegt daran, dass sie mächtig viel kann. Durch Tippen aufs Display erscheint ein Fenster mit den Optionen einer Anwendung. Durch Auf- beziehungsweise Abwärtsrollen wird die gewünschte Option ausgewählt, durch Wischen nach links und rechts ihre Stärke definiert. Insgesamt gibt es zwölf Anwendungen – unter anderem Beschneiden und automatischer Überarbeitung, Black & White, Vintage, Grunge oder Tilt Shift.

Autostitch: Mit der App fürs iPhone lassen sich Rundum-Bilder machen. Dazu macht man mehrere Bilder, die die App automatisch aneinander fügt. Um möglichst lückenlos zu fotografieren, dreht man das Handy um die eigenen Achsen. Wenn der nächste Bildausschnitt passt, zeigt die App einen grünen Rahmen an. Hat man genügend Fotos gemacht, setzt die App eine Rundumansicht zusammen wie von diesem Raum ‚Bild einfügen#. Eine ähnliche App gibt es bei Google Play: 360 Panorama, Preis im März 2014: 0,76 Euro.

ThingLink: gibt es bisher nur fürs iPhone oder webbasiert. Der Nutzer stellt mit der App einen mehrdimensionalen Inhalt dar: Ein Foto wird als Hintergrundbild geladen. Es können beliebig viele Bilder zum Hintergrund hinzugefügt werden. Sie werden mit kleinen roten Symbolen dargestellt. Klickt der Betrachter darauf, sieht er das Foto mit dem beschreibenden Text dazu. Auch Videos lassen sich so einfügen. Die Macher eines ThingLink geben ihren Betrachtern so die Möglichkeit, mit einem Blick mehr über den Urlaubsort zu erfahren, als ein einfaches Foto vermitteln kann.

Steller: mit den schönsten Bildern ein digitales Magazin machen. Man öffnet die App, meldet sich an und kann dann Seiten mit Fotos aneinanderfügen. Für die Seiten gibt es einige Layout-Vorschläge, so dass keine Seite wie die andere aussieht. Auf einigen Seiten kann man erklärende Texte hinzufügen. Außerdem lassen sich Videos in das digitale Magazin einbetten. Steller gibt es leider bisher nur fürs iPhone. Das Endprodukt lässt sich auf Facebook, Twitter oder Pinterest teilen. Sollte allerdings der Service eines Tages eingestellt oder verkauft werden, kann das Magazin weg sein, denn es lässt sich nicht herunterladen. Die Bilder sollten darum auf jeden Fall anderweitig gesichert werden.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Smart Photo Digest 2/2014

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