ANUGA 2017: Kulinarische Weltreise in der Kölnmesse

Dichtes Gedränge bei der Anuga in der Kölnmesse
Dichtes Gedränge bei der Anuga. Ich habe 30 Minuten gebraucht, bis ich drinnen war.
Mir ist ein bisschen schlecht. Das ist kein Wunder, denn ich bin innerhalb von zwei Stunden von Italien nach Griechenland nach Thailand und noch viel weiter geschlendert. Und überall habe ich lokale Spezialitäten probiert: Hier ein Stück schwarzes Maisbrot aus Italien, dort getrockneten Ingwer aus Vietnam, ein Lachshäppchen auf die Hand, Gnocchi aus roter Beete.

Eine solche kulinarische Weltreise ist wahrscheinlich kaum an einem anderen Ort so möglich wie in der Kölnmesse. Denn hier findet alle zwei Jahre die ANUGA statt, die weltgrößte Lebensmittelfachmesse mit 7400 Ausstellern in diesem Jahr. Rund 160.000 Besucher aus dem Handel, der Gastronomie und dem Ernährungshandwerk schauen sich dort an, was weltweit gegessen und verkauft wird.

Die Innovationen Show

Besonders spannend finde ich immer, welche innovative Produkten in kleinen Schaukuben ausgestellt auf dem Boulevard werden. Dieses Jahr habe ich oft das Wort „Burger“ gelesen, was mich verwundert. Denn bei all den vielen Burger-Bars in Köln finde ich, es dürfte auch mal wieder ein neuer Trend kommen. Was ich dagegen wirklich gerne probieren würde, sind diese drei neuen Produkte:

  1. Pflanzen-Infusionen für Gin Tonic aus Spanien von Carmencita. Die kleine, runde Dose mit den Gin-Gewürzen Kardamom, Wacholder, Hibiskus und rotem Pfeffer, die die Firma auch produziert, habe ich übrigens zufälligerweise schon im Dezember vom letzten Mallorca-Urlaub mitgebracht.
  2. Griechischer Joghurt mit Streuseln von dunkler Schokolade und Minze aus Griechenland von Mevgal. Klingt nach einer tollen Kombination, finde ich.
  3. Sauerkirschkernöl. Das klingt auch toll. Aber auch teuer. Tatsächlich kosten 100 Milliliter fast 19 Euro, habe ich nach dem Besuch festgestellt. Das Unternehmen kommt aus Ungarn.

Meine Geschmackshighlights auf der ANUGA


Schokolade aus Kolumbien, Marmelade aus Bayern – es war nicht ganz einfach, meine drei Lieblinge festzulegen. Mir hat am besten geschmeckt:

  1. Das Gyros von Megas Yeeros aus Griechenland. Das war echt gut. Allerdings kann man das als Privatkäufer leider so nicht kaufen.
  2. Der Smoothie von Crops aus Belgien. Die Firma verkauft gefrorene Obstmischungen in Tüten. Die muss man dann nur noch zum Beispiel mit Apfelsaft mixen et voilà. Allerdings verkaufen sie nicht direkt an den Endverbraucher.
  3. Das Lebkuchen Gelee von Essendorfer aus Bayern. Auch Waldmeister-Ananas ist gut. Es ist so grün, dass es sehr künstlich aussieht, aber man versicherte mir am Stand, dass nichts industriell hergestellt sei. Ich war so angetan davon, dass ich direkt sechs Gläser mit Marmeladen und Dips übers Internet bestellt habe.

Was sonst noch gut war


Auch alles andere, was ich probiert habe, war lecker. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Gnocchi aus Süßkartoffeln und roter Beete. Sehr lecker und auf jeden Fall was fürs Auge. Aber leider geht der Gemüsegeschmack ein bisschen unter. Kommt von Bürger aus Ditzingen.
  • Schokolade mit Orange und Pfeffer von BioArt aus Österreich.
  • NaturCola von Proviant – wird übrigens auch bei der Innovation Show vorgestellt.
  • Die neue Sorte von Original Beans Schokolade aus Arhuaco, Kolumbien. Es ist mit 82 Prozent Kakaoanteil eine ziemlich dunkle Schokolade.

Die ANUGA geht noch bis zum 11. Oktober.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.