Acht Stunden in Nairobi: Kaffee und ein Marktbesuch

Nairobbery wird Kenias Hauptstadt gerne von Einheimischen und Touristen genannt. Nairobbery, weil in Nairobi angeblich besonders gerne gestohlen wird. Auch Überfälle sollen dort nicht ungewöhnlich sein. Eine Niederländerin, die einige Wochen in Nairobi bei Verwandten war, berichtete mir, dass es Straßen gibt, in denen aus den Häusern heraus durch die Fenster die Smartphones der Passanten…

Frühstück im Café Green Park in Lodwar, Kenia

„Samosas now“ steht an der schweren dunkelbraunen Metalltür, die das Café Green Park in Lodwar von der Straße abschirmt. Drinnen sind bereits drei Plätze besetzt, als wir eintreten. Hinter uns liegt ein gut dreistündige Fahrt. Sie begann in Kakuma, einem stetig wachsenden Ort weiter im Norden Kenias. Die ersten 60 Kilometer legten wir mit unserem…

Kakuma: Besuch im Nordwesten Kenias

Sagt man in Nairobi dem Taxifahrer, dem Hotelrezeptionisten oder dem Kellner im Café, dass man nicht im Land ist, um Safari zu machen, sondern auf dem Weg nach Kakuma ist, dann frieren die Mienen häufig ein. Denn Kakuma ist unweigerlich mit dem Flüchtlingslager dort verbunden. Oder anders gesagt: Ohne die derzeit etwa 250.000 Flüchtlinge aus…

10 Stunden in Nairobi überbrücken

Es ist früh an einem Samstagmorgen, als wir am Flughafen Wilson in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ankommen. Dort landen vor allem die kleineren Maschinen, in der Regel kommen sie aus anderen kenianischen Städten. Unser Abflugsort war Lodwar, ein Ort mit rund 20.000 Einwohnern im nordwestlichen Turkana County. Wir wollen am gleichen Tag weiter fliegen nach…

Willkommen in Kakuma

Nein, Kakuma ist kein neuer touristischer Hotspot. Im Gegenteil ist die Stadt im Nordwesten Kenias, im Turkana County, ein Platz, an dem man eher nicht sein möchte. Denn in Kakuma ist das zweitgrößte Flüchtlingslager des Landes. Rund 200.000 Menschen leben dort, die meisten stammen aus dem Sudan oder Somalia, aus Ländern also, in denen seit…

Nairobi: einen Abend mit Warten verbracht

Eigentlich ist 18.40 Uhr eine hervorragende Zeit, um mit dem Flugzeug in einer fremden Stadt anzukommen. Noch ist es nicht so spät, dass es ernsthaft gefährlich sein könnte, und Restaurants und Bars sind noch geöffnet. Ich hatte mir vorgenommen, nach meiner Ankunft in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zumindest noch nett im Restaurant des Flughafenhotels, in…

Tunesien: letzte Pauschalreise – analoge Erinnerungen

Ich bin sicher, dass Tunesien seinen Reiz hat. Die Erinnerung, die ich mit diesen Bildern von 1997 verbinde, sind jedoch nicht besonders positiv: Ich wollte Weihnachten in die Sonne. Und weil ich es nicht anders kannte, habe ich im Internet eine Pauschalreise gebucht. Es war wohlgemerkt meine letzte Pauschalreise. Ob das Hotel gut oder schlecht…

4 Wochen als Voluntouristin in Tansania

Zugegeben: Als ich in dem weißen Geländewagen eingequetscht zwischen elf weiteren Ehrenamtlichen aus Großbritannien, Australien und Schottland sitze, frage ich mich, warum ich mir das antue. Rund vier Stunden holpert der Wagen von Tanga aus gen Westen in die Usambaraberge, über eine rote Lehmstraße, die immer enger wird, bis sie schließlich nicht mehr als ein…

Als Englischlehrer in Tansania

Als ich als ehrenamtliche Reporterin in Yamba, Tansania war, habe ich Roland Auer kennengelernt. Er arbeitete als Englischlehrer für die britische Nicht-Regierungsorganisation Village Africa. Ehrenamtlich, versteht sich: Der Gladbacher Roland Auer nimmt eine berufliche Auszeit und arbeitet für drei Monate als Englischlehrer in Tansania. Denn ohne Sprachkenntnisse haben Kinder dort kaum Chancen auf ein Leben…