Wo Lissabon nicht überlaufen, aber günstig ist

Blick vom Triumphbogen
Blick vom Triumphbogen

Die portugiesische Hauptstadt ist bei den Deutschen als Reiseziel beliebt. Kein Wunder: Sie hat Charme, ein verhältnismäßig angenehmes Klima und bietet jede Menge Kultur. Allerdings ist auch klar: Je beliebter ein Reiseziel ist, desto schwieriger wird es, den Touristenmassen auszuweichen und das Authentische vor Ort zu finden. Meine sieben Tipps:

Wer in Lissabon Urlaub macht, hat viele Möglichkeiten, satt zu werden. Ganze Straßen sind rechts und links gesäumt von Restaurants, vor einigen stehen Männer oder Frauen, die in vielen Sprachen gerne die Speisekarte erklären und gegebenenfalls mit einem Glas kostenlosen Portweins ihr Angebot zusätzlich schmackhaft machen. Natürlich kann man dort essen, möglicherweise sogar ganz gut. Tipp 1: Wer aber das echte Portugal erleben möchte, der geht zur Mittagszeit wenigstens einmal in eines der kleineren Cafés und isst dort die Prato del Dia, das Angebot des Tages. Diese Cafés entsprechen nicht immer dem, was wir in Deutschland als gemütlich empfinden. Aber sie sind authentisch und speziell mittags voll mit Portugiesen.

Fado gehört zu Lissabon, und den typischen Gesang kann man in der Altstadt an vielen Orten bekommen. Tipp 2: Wir haben aus Deutschland einen Tisch reserviert im O Faia, und wir hatten Sorge, dass dort nur Touristen sein würden. Wir hatten uns getäuscht: Es waren nur Portugiesen da, und wir hatten einen typischen Abend mit gutem Essen, das allerdings nicht ganz günstig war.

Noch einen Tipp zum Thema Essen: Tipp 3. In der Altstadt gibt es viele Cafés, in denen ein Kaffee und Pasteis de Nata und andere süße Köstlichkeiten angeboten werden. Das sollte man auf jeden Fall gemacht haben, denn beides gehört zum portugiesischen Alltag. Größere Cafés sollte man allerdings meiden, denn je größer sie sind, desto höher ist das Risiko, besonders viele Touristen um sich zu haben und überhöhte Preise zu zahlen. Mehr über das Essen in Lissabon lest Ihr auf Essen ist toll.

Was man sehen sollte

In vielen Reiseführern wird empfohlen, mit der Straßenbahn zu fahren. Natürlich sind die holzverkleideten Bahnen legendär und gehören zu einem Lissabon-Besuch dazu. Tipp 4: Ich würde allerdings die meiden, die in den Reiseführern ausdrücklich empfohlen werden. Denn in den anderen macht die Fahrt auch viel Spaß, und man sieht dort, dass die Straßenbahnen nicht nur touristischen Zwecken dienen, sondern wirklich von der Bevölkerung genutzt werden.

Tipp 5: In der Stadt, am Handelsplatz, kann man auf den Triumphbogen hinaufsteigen und dort über Lissabon blicken. Das kostet nicht viel und lohnt sich, weil man dort einen guten Blick auf die schwarz-weißen Straßenpflaster hat.

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Tipp 6: Direkt daneben ist das Modemuseum, das derzeit noch kostenlos ist. Es ist in einer alten Bank untergebracht, die völlig entkernt wurde. Im Prinzip ist nur das Treppenhaus erhalten. Im Erdgeschoss gibt es eine Design-Ausstellung, in den anderen Stockwerken geht es um Kunst und Kultur in Portugal. Hier bekommt man einen etwas anderen Zugang zur Stadt.

Wer mit der Bahn Richtung Estoril fährt, sieht, dass Lissabon nicht nur aus der schön-renovierten Altstadt besteht. Im Gegenteil gibt es etwas außerhalb auch Gegenden, die eher schmutzig und heruntergekommen sind. Tipp 7: Unter einer Autobahnbrücke, ist LX Factory, eine ehemalige Fabrik, in der die Kreativen der Stadt sich niedergelassen haben. Hier gibt es Cafés, Coworking Spaces und kleine Geschäfte mit individuellen Produkten. Die Fahrt hierhin lohnt sich alleine deswegen, weil man einen anderen Blick auf die Stadt und ihre Einwohner bekommt.

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