Tipps für ein Wochenende in Rotterdam

Rotterdam
Die Kubus Häuser sind ein Wahrzeichen der Stadt

Zufall, nichts als Zufall war es, dass wir ein verlängertes Wochenende in Rotterdam verbrachten. Das haben wir nicht bereut – ganz im Gegenteil! Wir sind begeistert von der Vielfalt der Stadt. Aber der Reihe nach: Wir wollten ein verlängertes Wochenende im Frühjahr wegfahren, das Datum war gesetzt, beim Ziel waren wir offen. Auf unserer Lieblings-Hotelbuchungsplattform Secret Escapes gab es ein gutes Angebot für Rotterdam. Und da wir beide die Stadt nicht kannten, buchten wir das Zimmer und kauften uns Zugtickets. Zwei Wochen vorher überlegten wir uns, was wir in der zweitgrößten niederländischen Stadt eigentlich machen wollten. Nachdem, was wir im Internet gelesen hatten, waren wir etwas beunruhigt: Würde es uns dort langweilig werden?

Lieblich ist Rotterdam nicht

Das wurde es jedoch ganz und gar nicht, denn Rotterdam ist ausgesprochen vielseitig. Unser verlängertes Wochenende begann mit einem Afternoon Tea im Restaurant des Euromast. Dort hinauf sollte auf jeden Fall, wer Spaß an einem Blick über die Stadt hat. Vom Euromast sind es noch etwa zehn Minuten zu Fuß nach Delftshaven. Das ist das historische Viertel Rotterdams, und es ist sehr klein. Hier findet man ein bisschen der Lieblichkeit Amsterdams mit den hübschen niederländischen Häuserfronten und den Grachten. Wem diese Stadtansichten wichtig sind, der sollte jedoch besser in eine andere Stadt fahren, denn Rotterdam ist nicht lieblich, sondern eher modern und ziemlich cool.

Das zeigt sich nicht nur in der Architektur der Stadt, sondern auch, wenn es um Kunst geht: In der Witte de Whitstraat beispielsweise gibt es einige Galerien und Museen. An dem Freitag, an dem wir dort unterwegs waren, war der Eintritt am Abend gratis. So waren wir gleich in drei Ausstellungen, und ich gebe zu, dass ich mit dem Gesehenen nicht viel anfangen kann. Interessant war es trotzdem. In dieser Straße sind übrigens auch viele Restaurants, Kneipen und Bars. Mehr über das Essen in Rotterdam lest Ihr in einem anderen Artikel.

Kirche, Kubus, gutes Essen

Weiter östlich, an der Haltestelle Blaak, gibt es gleich drei Sehenswürdigkeiten: Hier sind die Kubus-Häuser, Würfel, die auf der Spitze stehen, und die bewohnt sind. Es gibt eine Musterwohnung, die Einblick in das Leben in den Häusern gibt. Gegenüber ist die Markthalle: ein gewölbtes, langgezogenes Gebäude mit einer bunten Decke. In der Markthalle gibt es viele Stände mit Essen aus allen Teilen der Welt. Wir haben dort Brot, Käse, Oliven und Wurst am Abreisetag mitgenommen, um zuhause niederländisch zu vespern. Noch einige Meter weiter ist die Laurentiuskirche, die tollste Kirche, die ich je besichtigt habe. Mit einem Audioguide erkundet man dort die Religionen dieser Welt. Geht man an der Maas zurück Richtung Erasmusbrücke, quert man automatisch den Museumshafen, der besonders bei Dunkelheit sehenswert ist.

Jenseits der Maas, also über die Erasmusbrücke hinweg, liegt in Katendrecht die SS Rotterdam, die man ebenfalls mit einem Audioguide erkunden kann. Auf der anderen Seite dieser Landzunge ist in einem ehemaligen Fabrikgebäude eine weitere kleine Markthalle. Dort kauft man Käse und Wurst sowie Getränke und setzt sich dann mit seinem Holzbrett draußen ans Wasser. Über eine Fußgängerbrücke man zum Hotel New York oder zum nhow Hotel. Hier ist alles etwas gediegener, und es gibt nette Cocktails.

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Längere Ausflüge

Etwas mehr Zeit solltet Ihr einplanen, wenn Ihr zum UNESCO Weltkulturerbe Kinderdijk fahren wollt. Dort stehen 19. Windmühlen aus dem 18. Jahrhundert. Sie sind gut mit dem ÖPNV zu erreichen.

Da Rotterdam den größten Seehafen Europas hat, bietet sich natürlich auch eine Hafenrundfahrt an. Allerdings sollte man früh am Ableger sein, denn bei gutem Wetter und am Wochenende kann es auf den Booten voll werden.

Tipp: Wir hatten uns ziemlich spontan die Rotterdam WelcomeCard gekauft. Zwar ist die Stadt gar nicht so groß – aber weitläufig. Dann ist es praktisch, wenn man mit seiner Karte einfach in Bus und Bahnspringen kann, ohne jedes Mal ein Ticket kaufen zu müssen. Außerdem gibt es mit der Karte Rabatte auf Eintritte und auch in einigen Restaurants und Bars. Den Preis hatten wir also schnell draußen. Die zugehörige App ist übrigens hilfreich, wenn es um aktuelle Veranstaltungen geht.

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