Stockholm und Tallinn im Preisvergleich

Die Preise für Essen und Trinken sind nicht sehr unterschiedlich.
Die Preise für Essen und Trinken sind nicht sehr unterschiedlich.

An einem verlängerten Wochenende zwei europäische Hauptstädte kennenlernen, das ist super. Möglich wird das beispielsweise mit einer Mini-Kreuzfahrt mit der Tallink Silja von Stockholm nach Tallinn und zurück. Wir hatten nach der Ankunft in Stockholm gute sechs Stunden Zeit bis zur Abfahrt der Fähre. In Tallinn kamen wir am nächsten Tag gegen zehn an und fuhren um 16 Uhr nach einer Nacht in Tallinn wieder ab. In Stockholm blieben uns dann nochmals gute acht Stunden, bis wir zum Flughafenhotel fuhren. In den Preisvergleich haben wir die Flüge nach Stockholm und zurück nicht eingerechnet, und für die Übernachtung in Tallinn sowie für die Fährüberfahrt haben wir nichts bezahlt, weil wir Gäste des Unternehmens waren.

Trotz dieser Einladung war das verlängerte Wochenende ganz schön teuer:

Essen und Trinken. Natürlich kann man sich während einer Reise selbst versorgen, indem man im Supermarkt oder beim Bäcker belegte Brötchen und ähnliches kauft. Wir finden aber, dass zu einer Reise auch gutes Essen gehört, und zwar am Liebsten landestypische Spezialitäten. In Stockholm haben wir darum beispielsweise Köttbullar gegessen, in Tallinn waren wir in einem Restaurant mit neuer estnischer Küche. Außerdem haben wir estnisches Marzipan und einen Likör des Landes probiert. Die Kosten für Essen und Trinken halten sich in beiden Städten fast die Waage.

Kultur und Sehenswürdigkeiten. Man könnte sich einfach durch die Straßen einer Stadt treiben lassen – und damit viel Geld sparen. Wir haben uns zwar auch treiben lassen, aber uns ist es auch wichtig, etwas über die Kultur der Städte und ihre Geschichte zu erfahren. In Tallinn hatten wir darum die Tallinn Card, die 24 Stunden gilt. Sie hat pro Person rund 27 Euro gekostet, wir haben damit etwa 41 Euro gespart. Sie hat sich also gerechnet. Für Stockholm gibt es zwar auch eine City-Card, aber nur für zwei Tage, und die wiederum müssen zusammenhängen. Darum haben wir uns dagegen entschieden.

Dank Tallinn-Card haben wir Bares gespart
Dank Tallinn-Card haben wir Bares gespart

Der Preisvergleich wäre für Stockholm noch schlechter ausgefallen, wenn der Stadthausturm geöffnet gewesen wäre. Denn dann hätten wir auch dort Eintritt bezahlen müssen. Hinzu kommt, dass das Nobelmuseum an unserem Besuchstag freien Eintritt hatte. Dafür war aber das ABBA-Museum sehr teuer – und hat sich trotzdem gelohnt. Mehr dazu bald hier. Wenn Ihr die Artikel nicht verpassen wollt, könnte Ihr rechts in der Spalte die E-Mailbenachrichtigung für neue Beiträge aktivieren.


Sonstiges und Transport.
Hier schneidet Stockholm ganz schlecht ab, denn wir mussten unser Gepäck zweimal am Hauptbahnhof einschließen. Und wir brauchten zwei Tagestickets für Bus und Bahn, hinzu kam die Fahrt vom Flughafen in die Stadt und zurück. In Tallinn entfielen diese Kosten: Vom Hafen zum Hotel und weiter zur Altstadt sind wir gelaufen, die Fahrten mit dem Hop on, hop off-Bus waren in der Tallinn-Card enthalten. Und unser Gepäck hatten wir im Hotel stehen lassen bis zur Bootsabfahrt.

Stockholm ist beim Transport deutlich teurer als Tallinn
Stockholm ist beim Transport deutlich teurer als Tallinn

Fazit: Stockholm ist ganz schön teuer. Und trotz der Einladung zur Bloggerreise haben wir selbst einiges in diesen Kurzurlaub investiert – um ehrlich zu sein: Mehr als wir gedacht hatten. Trotzdem sind wir uns einig: Wir würden es wieder tun. Es war ein sehr entspanntes und vielfältiges Wochenende. Was wir alles gemacht haben, das erfahrt Ihr demnächst hier.

Die statistische Aufbereitung hat Jörg übernommen.

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