Städtetrip nach New York

New York City
New York City

Keine Frage: New York muss man erleben. Doch die Wahrnehmung dieser Stadt kann sehr unterschiedlich sein: Ich war in den 1990ern das erste Mal da – und überhaupt nicht beeindruckt. Es war nur ein große, laute, volle Stadt. Bei diesem Aufenthalt hatten wir am Anfang nur eine Übernachtung, und zwar in Long Island. Es war einfacher, spät am Abend vom Flughafen hierhin und am nächsten Mittag wieder zurück zu kommen, als wenn wir in Downtown übernachtet hätten. Ich fand es nett, das Lichtermeer Manhattans von Long Island aus zu sehen, und möchte den kurzen Ausflug allen ans Herz legen.

Auf dem Rückweg nach Deutschland hatten wir nochmals zwei Nächte in New York und waren ziemlich zentral untergebracht, etwa 15 Fußminuten vom Time Square entfernt. Während mich New York wie gesagt mit Anfang 20 so gar nicht beeindruckte, fand ich es mit Anfang 40 geradezu umwerfend. Times Square nachts ist fotogen. Und seine künstliche Fassade irgendwie auch schön. Oder doch einfach nur schrecklich?

Wir trieben durch die Stadt, schauten uns natürlich auch Ground Zero an, das offiziell 9/11 memorial heißt. Tipp: Auf jeden Fall vorher im Internet Tickets bestellen. Die Warteschlangen können sehr lang sein. Es gibt übrigens ein ausgezeichnetes Fotobuch zu den Tagen nach dem Anschlag. Auch die Bootsfahrt zur Freiheitsstatue ist interessant, weil sie einen anderen Blick auf die Stadt bietet. Mit dem Aufzug auf eines der Hochhäuser ist ein Muss, um unten die wusseligen Straßen zu sehen. Und ein Spaziergang durch den Central Park lässt die Hektik der Stadt hinter sich. Wir sind auch um durch das Viertel rund um die Christopher Street spaziert – eine Dorfidylle in der Großstadt. Natürlich bietet New York auch jede Menge Kunst und Kultur – mir ist es aber wichtiger die Atmosphäre einer Stadt einzufangen, indem ich durch die Straßen schlendere.

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