Sonntags auf der Düsseldorfer Rennstrecke Kö

Teures, schnelles Auto
Teures, schnelles Auto

Roooooooooarararar Rooooooooaaaar – es ist ein weißer Lamborghini, der die Düsseldorfer Kö hinunter brettert. Kommt er an ihnen vorbei, bleiben Männer stehen um ihm nachzusehen. Das Auto ist viel zu schnell unterwegs, dreht am Ende der bekannten Einkaufsstraße, roooooart auf der anderen Seite des grünen Mittelstreifens zurück, dreht erneut. Das Motorengeräusch kündigt den Sportwagen an, Passanten zücken ihre Handys, um ihn zu fotografieren, wenn er das zweite Mal vorbeikommt.

Der Lamborghini ist nicht der einzige schnittige Wagen, der an diesem schönen Sonntagnachmittag seine Runden dreht. Auch große, dunkle BMW rasen vorbei, Merceds’, ein Jaguar, ein Porsche, ein Ferrari. Wer zu Fuß unterwegs ist, schlendert in der Sonne, vorbei an den geschlossenen Geschäften. Unter der Woche kauft man hier bei Aigner, van Laack oder Seidensticker ein. Am Wochenende sind lediglich wenige Cafés geöffnet, einige Mutige sitzen in dicken Winterjacken in der schwachen Frühlingssonne an den Tischen auf dem breiten Bürgersteig. Das ist sie also, die Düsseldorfer Königsallee, der Boulevard der Reichen und Schönen, der Laufsteg des Sehens und Gesehenwerdens. Nicht mein Ding – aber wenn man’s mag, sicher beeindruckend.

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