Rund um Alcudia: Pollenca, S’Albufera, Mirador de la Victoria

Sonnenuntergangs-Spaziergang
Sonnenuntergangs-Spaziergang

Meeresblick, Naturpark oder schöne Stadtkerne: Wer im historischen Zentrum von Alcudia absteigt, muss nicht weit fahren, um einige von Mallorcas schönen Flecken zu entdecken. Manches ist sogar zu Fuß möglich.

Wer Alcudia nicht Richtung Hafen verlässt, sondern in die andere Richtung, also gen Norden, der kommt nach zehn bis 15 Minuten auch ans Wasser. Dort ist die Bucht Es Bacares, eher ein Wohngebiet denn ein Touristenhotspot. Dort gibt es ausgeschilderte Nordic Walking Routen. Und wo man mit Stöcken gehen kann, geht das auch ohne. Wir folgten der Küstenlinie rund um Punta Emperador und hatten so eine kurze Abendwanderung mit einem schönen Sonnenuntergang. Vom Strand aus kann man ziemlich einfach nach Alcudia zurückgehen.

Mit dem Auto sind wir am nächsten Tag nochmals in diese Richtung gefahren, bis Mal Pas – Bon Aire und dann immer an der Küste entlang weiter Richtung Mirador de la Victoria. Bevor es steil den Berg hinaufgeht, ist links am Strand eine sehr nette Bar. Dort haben wir schon im September 2015 bei Sangria einen Sonnenuntergang bewundert. Fährt man den Berg nach oben, erreicht man einen Parkplatz. Von hier gehen mehrere Wanderwege den Berg hinauf. Hinter dem Gebäude ist ein kleiner Park mit Bänken. Von dort hat man einen Blick aufs Meer. Der eigentliche Mirador, also der Aussichtspunkt, ist aber einige Meter weiter, zu erreichen über einen schmalen Pfad links von der Kapelle.

Achtung! Im März 2017 habe ich gehört, dass auf diesem Parkplatz ein Mietwagen von zwei deutschen Touristen aufgebrochen wurde. Im Mietwagen war nichts. Sie hatten dadurch jedoch ziemlich viel Ärger: Im Grunde haben Sie einen Tag bei der Polizei verbracht. Und da sie eine Selbstbeteiligung im Schadensfall eingeplant hatten, kostete der Aufbruch auch noch unnötige 500 Euro.

Schöne Aussicht und lecker Tapas

Wer’s lieber städtischer mag, fährt nach Pollenca. Dort parkt man das Auto auf einem großen Parkplatz außerhalb und geht zu Fuß ins Zentrum. Rund um einen Platz kann man hier nett sitzen, Kaffee trinken oder essen. So gestärkt folgt man den Schildern „El Calvari“ und steht schnell am Fuß einer langen, steilen Treppe. Etwa 350 Stufen geht es nach oben zu einer Kapelle auf dem Berg. Es lohnt sich, sich auf der Treppe öfter mal umzudrehen: Der Blick ins Tal und auf der anderen Seite auf den Berg verändert sich ständig. Von oben sind wir über die Straße zurück gegangen. Im Hafen von Pollenca, also in Port de Pollenca gibt es das Restaurant Stay direkt am Wasser. Dort gibt es hervorragende Tapas.

Vogelbeobachtung im Naturpark

Fährt man Richtung Can Picafort, gibt es dort genau einen wirklich schönen Ort, und das ist der Naturpark S’Albufera. Er ist ausgeschildert, der Zugang ist jedoch nicht einfach zu finden. Um dorthin zu kommen, fährt man auf der sehr langen Carretera d’Arta. Diese überquert irgendwann einen Kanal. Von Alcudia kommend, hat man links Blick aufs Meer, man kann dort auf einem schmalen Weg einige Meter nach draußen gehen. Rechts ist der Blick auf den Kanal. Genau hinter diesem Kanal ist ein kleiner Parkplatz, der im Sommer bestimmt schnell voll ist. Dort stellt man das Auto ab und nimmt dann den Zugang, der quasi parallel zum Kanal ist. Ihm folgt man etwa einen Kilometer bis zu einem Besucherzentrum. Dort bekommt man eine Zugangsberechtigung, die kostenlos ist. Hier gibt es auch Informationen zu den Wanderwegen. Als wir dort waren, waren einige überschwemmt und darum geschlossen.

Einige Wege sind sehr kurz, eher ein Spaziergang. Unterwegs gibt es immer wieder Vogelbeobachtungspunkte. Leider halten sich nicht alle Besucher daran, dass man dort ruhig sein soll, um die Vögel nicht zu verjagen. Und leider gibt es auch Besucher, die die Vögel füttern – beispielsweise mit Reiswaffeln. Mein Tipp ist darum: Möglichst direkt morgens dorthin gehen, dann sind noch nicht so viele andere Besucher unterwegs, und man kann die Wasserlandschaften noch in aller Ruhe genießen.

Kommentar verfassen