Lecker Essen in Köln: Dostoevsky

Im Dostoevsky
Im Dostoevsky

Von außen sieht es aus wie eine der typischen Eckkneipen in Köln, und wahrscheinlich war es auch genau das einmal: Im Dostoevsky am Barbararossaplatz gibt es jetzt allerdings statt Kölsch und Halver Hahn russische Gerichte. Als Vorspeise habe ich Hering im Pelzmantel, ein Schichtsalat aus Kartoffeln, roter Beete, Karotte und Hering, verbunden durch Mayonnaise. Schmeckt sehr frisch. Als Hauptspeise habe ich Bllini jüdischer Art genommen.

Nun sind diese Blini überhaupt nicht mit denen zu vergleichen, die wir bei der Kaviar-Verkostung hatten. Die waren nämlich klein und fest. Unsere Blini im Dostoevsky sind dagegen groß, eine Mischung aus einem Omelett und einem Pfannkuchen, finde ich. Gefüllt ist es mit Hackfleisch, und dazu gibt es ein Schälchen rote Beete Salat – ziemlich scharf, aber lecker.

Teigtaschen und Fleischtürmchen

Meine Begleitung an diesem Abend hatte Suppen oder Pelmeni. Das sind kleine gefüllte Teigtaschen, die wie die Suppen in hübschen, runden Töpfen mit Deckel serviert werden. Überhaupt legt man hier Wert darauf, das Essen liebevoll anzurichten: Auf die eckigen Tellern ist beispielsweise ein Balsamico-D gemalt, und das Dostoevsky F.M. wird als überbackenes Fleischtürmchen an den Tisch gebracht.

Innen sieht das Restaurant so aus, wie ich mir ein russisches Gasthaus vorstelle: Viel Holzvertäfelung, die Tapete ist blau-golden, an den Wänden hängen alte Bilder, und rundum sind Bücher von Fjodor Michailowitsch Dostojewski platziert: Schuld und Sühne, Die Brüder Karamasow, Der Idiot. Auf den Tischen liegen sehr rote Decken, und die Papierservietten haben ein üppiges Blumenornament. Natürlich gibt es auf der Getränkekarte auch Wodka – nastrovje towarischtsch!

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