Fünf Geheimtipps für München

Deutsches Museum, Hofbräuhaus und Alte Pinakothek, das schaut sich jeder in München an. Weniger überlaufen sind einige kleine Sehenswürdigkeiten, die im Zentrum nah beieinander liegen. Wer nur einige Stunden Zeit, hat, kann mit ihnen einiges erleben. Beispielsweise hinter der Feldherrnhalle: Dort ist eine schmale Straße, in die eine goldene Spur eingelassen ist. Wetten, dass nur wenige Leute wissen, wofür sie steht? Sie erinnert daran, dass im Nationalsozialismus dort Münchner entlang gingen, weil sie vor der Halle die Nazis hätten grüßen müssen. Das wollten sie jedoch nicht. Die Spur ist also ein Hinweis auf historischen bürgerlichen Ungehorsam, und alleine darum sehenswert.

Ganz in der Nähe ist außerdem die Sankt Michael Kirche. Wer dort ganz nach hinten geht und dann rechts die Treppe hinabsteigt, steht in der Wittelsbacher Fürstengruft. Hier stehen teils reich verzierte Särge, unter anderem der von Ludwig II, dem König von Bayern. Fotografieren darf man dort nicht, und einen kleinen Eintrittspreis muss man auch bezahlen. Trotzdem sehenswert.

Nur wenige Häuser weiter ist das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum. Klingt verstaubt, ist es teilweise auch. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, bei einem vorher festgelegten Parcours mehr über die ausgestellten Tiere zu erfahren. Allerdings bestimmt man zu Beginn, ob man lieber die Kinder- oder Erwachsenentour machen möchte, ein Wechsel ist so einfach nicht mehr möglich, wenn man bereits eingestiegen ist. Je nachdem, für welchen Parcours man sich entscheidet, hört beziehungsweise sieht man im Anschluss sehr einfache oder komplexere Dinge über das Leben der ausgestellten Tiere. Sehr sehenswert ist in dem Gebäude übrigens das Treppenhaus. Im oberen Stockwerk werden außerdem historische Waffen und Kutschen ausgestellt.

Wer an der Frauenkirche vorbei kommt, findet dort ein Modell der Stadt zum Fühlen. Die Kirchtürme im Modell glänzen, weil viele Menschen sie schon angefasst haben. Gedacht ist es für all diejenigen, die Münchens Innenstadt mit den Händen erfühlen wollen, besonders für Sehbehinderte. Von hier aus ist man übrigens schnell am Rathausplatz. Das große Gebäude mit seinen vielen Verzierungen ist immer wieder ein Blickfang. Im Innenhof ist übrigens die öffentliche Betriebskantine des Rathauses. Heißt: Gedacht ist sie zwar für die Angestellten, die im Rathaus arbeiten, tatsächlich kann aber jeder dort Essen gehen – relativ günstig, schnell und ganz gut.

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