Frühstück im Best Western auf Usedom

Frühstück auf Usedom
Frühstück auf Usedom

Eigentlich mag ich keine US-amerikanischen Hotelketten, und ein Best Western als Übernachtungsort für einen Kurzurlaub kommt mir in der Regel nicht wirklich in den Sinn. Bei der Suche nach einer hübschen Unterkunft sind wir aber genau auf das Best Western in Korswandt auf Usedom gestoßen. Der große Nachteil des Hotels: Es liegt nicht an der Küste, und um am Inselleben teilzunehmen, muss man einige Kilometer fahren. Das habe ich aber gerne in Kauf genommen, denn erstens ist das Hotel neu oder neu gemacht, zweitens hat es einen sehr schönen Wellness-Bereich und drittens ein wirklich überzeugendes Frühstücksbuffet:

Die Marmeladen beispielsweise sind hausgemacht: Kirsch-Schokolade, Blaubeer-Vanille – oder mein Favorit Mango-Chili. Man habe sich dazu entschlossen, die Marmeladen selbst zu machen, weil wirklich gute Aufstriche sehr teuer seien, und man so außerdem eine persönliche Marke setzen könne. Gute Idee, finde ich. Andere Besonderheiten auf dem Frühstücksbuffet: ein wechselnde Brötchenvielfalt, Matjes aus der Region, der auf der Zunge zergeht, Omelett. Natürlich gibt es auch Wurst und Käse, Kaffee und Tee – übrigens lose und im Beutel in vielen verschiedenen Sorten. Neben dem üblichen Orangensaft stand Grapefruitsaft zur Auswahl, mal gab es Eier- und mal Wurstsalat, kleine Croissants und leckere, kleine, gezuckerte Teigbällchen. Quark, Joghurt, Frühstückszerealien und selbstgemachtes Bircher Müsli gab es natürlich auch.

Abendessen im Best Western

Caipirinha oder so in der Bar
Caipirinha oder so in der Bar

An einem Abend haben wir auch im Hotel zu Abend gegessen, es gab ein bayrisches Buffet mit Leberkäse und Haxe, mit Kraut und Weißwurst, mit Knödel und Bayrisch Cème. Warum man in MeckPom ausgerechnet bayrisch isst, weiß ich zwar nicht, aber geschmeckt hat es trotzdem.

Gegenüber des Restaurants, über den Parkplatz, gibt es außerdem eine Bar. Mir persönlich ist sie etwas zu dunkel, und im Eingangsbereich riecht es stark nach Rauch. Die Bar selbst ist jedoch auch neu gemacht, und wir bekamen zu unserer Caipirinha Wasabi-Nüsse. Die Caipirinha war allerdings sehr ungewöhnlich: Viel zu wenig Eis, das nicht zerstoßen war, viel zu wenig Limone, der Zucker nicht aufgelöst, dafür umso mehr Alkohol. Trotzdem empfehle ich, den Barkeeper zu einem Cocktailkurs aufs Festland zu schicken.

Der Wellness-Bereich

Für alle, die’s lieber ruhig mögen, gibt es den Wellness-Bereich. Wir hatten ihn einmal ganz für uns alleine, einmal war er ziemlich voll. Außerhalb des Gebäudes gibt es in einer separaten Hütte eine 90 Grad Sauna, innen eine sehr dunkle Bio-Sauna mit 60 Grad. Zusätzlich gibt es eine sehr kleine Infrarotsauna mit 55 Grad. Der Außenpool war zwar abgedeckt, wurde aber auf Nachfrage geöffnet. Außerdem gibt es einen relativ großen Ruheraum, in dem jedoch zumindest an einem Tag Popmusik lief – nicht mein Geschmack.

Übrigens ist das Hotel auch dann interessant, wenn man Golf spielt, denn der Golfplatz beginnt direkt hinter dem Hotel. Ich habe dort allerdings nicht viele Spieler gesehen.

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