Fliegen wird digitaler – und noch schöner

Bald geht's los!
Bald geht’s los!

Den Boardingpass aufs Handy laden und papierlos in den Flieger steigen, das ist fast schon normal. Dass man aber Restaurantempfehlungen von seiner Lunchbox bekommt, und gerade erflogene Meilen sofort beim Hotel-Check-in einsetzen kann, um ein schöneres Zimmer zu bekommen, klingt noch ein wenig nach Zukunftsmusik. Auf dem Digital Aviation Forum der Lufthansa in Frankfurt habe ich aber festgestellt, dass das alles und noch einiges mehr schon viel früher alltäglich werden könnte, als viele denken. Ein Beispiel, wie digitale Angebote das Reisen künftig verschönern und erleichtern könnten:

Es ist gar nicht mehr so lange bis zu meinem nächsten runden Geburtstag. Freunde und die Familie fragen, was sie mir schenken sollen. Da ich eigentlich am liebsten reise, bitte ich sie, mir einen gemeinsamen Gutschein zu schenken. Das geht ganz einfach, obwohl sie sich gar nicht untereinander kennen: #flymeto heißt hier das Schlagwort, das auf die Seite von Austrian Airlines führt. Dort können Fremde gemeinsam Geld in einen Reisegutschein für eine bestimmte Person einzahlen.

Personalisierte Empfehlungen

Ich freue mich, als ich den Gutschein an meinem Geburtstag bekomme. Jetzt fehlt mir nur noch die passende Reise. Weil ich ein Miles & More Konto habe, bekomme ich aufgrund meiner hinterlegten Daten personalisierte Empfehlungen für Reisen, sobald ich auf die Homepage gehe: Städtetrips für zwei und Empfehlungen für gute Restaurants am Zielort helfen mir, die Reise vorzubereiten. Wer eine Familie hat, sieht natürlich eher Angebote für Eltern und Kinder, Geschäftsreisende dagegen möglicherweise den Hinweis auf einen exklusiven Mietwagen vor Ort.

Personalisierte Homepage
Personalisierte Homepage

Ich entscheide mich für eine Reise, und stelle fest, dass ich noch passende Kleidung brauche: Für den geplanten Opernbesuch vor Ort wäre ein hübsches, neues Kleid genau richtig. Also gehe ich einkaufen. Praktischerweise hat der Hersteller eine Kooperation mit Miles & More: Das NFC-Etikett am Kleid muss ich nur mit der App scannen, den Einkaufsbon fotografieren und hochladen – und schon habe ich mit Cut’n’Miles Punkte gutgeschrieben bekommen. Jetzt ist auch schon die richtige Zeit, online einzuchecken. Den Boardingpass bekomme ich natürlich aufs Handy, und weil ich mir den smarten Koffer von Rimowa gekauft habe, habe ich auch ein Gepäck-Tag auf dem Smartphone. So kann ich ihn an einem Automaten abgeben und muss nicht mehr in die lange Schlange am Schalter.

Apps als persönliche Assistenten

Nach der Sicherheitskontrolle bekomme ich durch die im Flughafen angebrachten iBeacons spezielle Angebote – da die Lounge heute besonders leer ist, darf ich dort für kleines Geld meine Zeit verbringen. Die Einlasskontrolle funktioniert natürlich auch über das Handy: Ich muss es nur an die Säule vor der Tür halten, dann werden via Bluetooth die nötigen Daten ausgetauscht. Als mir langweilig wird, gehe ich los Richtung Gate, dabei ist die App InTime geöffnet. Sie sagt mir, wie lange mein Fußweg noch ist, und so stelle ich schnell fest, dass die Zeit noch reicht, um schnell etwas zu lesen einzukaufen.

An Bord bin ich froh, nicht mehr die gesamte Mediathek durchwühlen zu müssen nach Filmen, die mir gefallen. Aufgrund meines Profils bekomme ich schon drei ganz passende Titel angezeigt, die mir die Zeit verkürzen. Außerdem kann ich jetzt das W-LAN an Bord nutzen und noch einiges recherchieren und endlich in Ruhe die angefallenen E-Mails beantworten. Bevor das Essen serviert wird, fragt mich noch die Flugbegleiterin, ob ich eine Lebensmittelallergie habe. Da wir beide nicht den Fachbegriff in der jeweiligen Sprache kennen, reicht sie mir ihr Tablet. Dort kann ich in meiner Sprache die Auswahl treffen, und sie bekommt die Antwort in ihrer Sprache angezeigt.

Vom Flughafen ins Hotel

Die Lunchbox, die sie mir daraufhin überreicht, kann ich mit einer AR-App scannen. Eine virtuelle Dame erklärt mir jetzt, wie ich am Zielort am besten in die Stadt komme. Außerdem gibt sie mir einen Tipp für ein gutes Restaurant. Hervorragend! Während des Fluges sehe ich genau, wo ich mich gerade befinde. Da dieses System interaktiv geworden ist, zoome ich mich in die Ansicht des Zielflughafens und orientiere mich schon jetzt, wohin ich gleich gehen muss.

Meine App für das Smart Tag nennt mir das richtige Gepäckband und weist mir direkt den kürzesten Weg. Weil ich so recht schnell aus dem Flughafen draußen bin, komme ich schon bald in mein Hotel. Dort werde ich durch den Hotel Assistant und der iBeacon-Technologie schon mit Namen begrüßt, denn meine Informationen werden beim Eintreten in das Gebäude ausgelesen und weiterverarbeitet. Weil ich gerade einige Meilen erflogen habe, kann ich diese direkt in ein Zimmer-Upgrade investieren. Den Code, um die Zimmertür zu öffnen, bekomme ich natürlich auch aufs Smartphone. Jetzt kann der Urlaub beginnen.

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