Eisdielen in Köln-Ehrenfeld: Eisfeld, Café Liliana, Eisdielerin

Eisbecher aus dem Eisfeld
Eisbecher aus dem Eisfeld

Erinnert Ihr Euch noch daran, dass eine Kugel Eis vor vielen Jahren 20 Pfennig kostete? Damals gab Opa mir an Sonntagen ein 5-Mark-Stück, wenn der Eismann vorfuhr. Und Oma drückte mir eine Schüssel in die Hand. Dann sauste ich los, einmal ums Haus herum, während Opa das Küchenfenster aufriss und dem Eismann zu verstehen gab, dass er warten solle. Für meine 5 Mark bekam ich genügend Kugeln in meine Schüssel für die ganze Familie: Erdbeere, Vanille, Schokolade – vielleicht gab’s auch schon Stracciatella. In Eisdielen gingen wir damals noch nicht. Gab es auf dem Dorf auch gar nicht.

Heute kostet eine günstige Kugel Eis 1 Euro, also das Zehnfache. Dafür gibt es viele exotische Sorten. Bei Eisfeld beispielsweise Gurke-Minze oder Kürbis. Eisfeld ist seit 2015 unsere Eisdiele am Bahnhof Ehrenfeld, ein strategisch sinnvoller Ort: Die nächste größere Eisdiele ist weit genug entfernt, am S-Bahnhof ist viel Laufkundschaft, man profitiert von der Nachbarschaft mit dem Café Goldmund. Wichtig auch in gesundheitsbewussten Zeiten: Das Eis ist ohne Zusätze, sagen die Inhaber.

Eis mitten im Veedel

Eis to go
Eis to go

An einem dieser heißen Sommertage mit der Schwüle eines südamerikanischen Dschungels und einer Gewitterwahrscheinlichkeit von über 80 Prozent gehe ich mittags ins Eisfeld. Ich entscheide mit für Orange-Pfeffer, Salz-Karamell und Tonka-Bohne und bekomme eine Waffel mit drei riesigen Haufen Eis, die sofort anfangen in kleinen Bächen nach unten zu fließen. Damit setze ich mich vor die Tür auf die Bank und genieße. Nach mir war ein Vater mit seinem Sohn da. Barfuß, beide mit einem Rucksack und je einer Kugel Eis in der Waffel, biegen die beiden in die Hansemannstraße ein. Von dort kommt jetzt eine Mutter mit dem Fahrrad, ihre beiden Kinder sind auf dem Kickboard unterwegs. Zu ihnen gesellt sich ein Mann, der jedem eine Kugel nach Wahl spendiert. Die Mutter wünscht sich Zimt, doch das gibt es heute nicht.

Ein älteres Paar mit bunten Klamotten sucht sich mit seinem Eis auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Platz auf der Bank unter dem Baum. Dann hält ein Motorradfahrer in Lederkluft, um sich eine Kugel Eis zu gönnen, wie auch eine Frau, die ihr Auto in der engen Straße kurz in der zweiten Reihe parkt, um Eis zu kaufen, bevor sie weiter Blumen ausliefern wird. So sieht er aus, der ganz normale Sommertag unter der Woche, an dem die Ehrenfelder Lust auf Eis haben.

Eiscafé Liliana

Eisbecher im Café Liliana
Eisbecher im Café Liliana

Eine Institution in Köln ist auch das Eiscafé Liliana an der Ecke Subbelrather Straße/Simarplatz. An heißen Tagen stehen die Gäste Schlange bis auf die Straße und kleine Grüppchen warten darauf, einen der wenigen und begehrten Sitzplätze unter der Markise zu bekommen. Die Eisbecherkarte ist so umfangreich, dass es wirklich eine Qual ist, den passenden Becher zu finden. Hier gibt es Klassiker wie beispielsweise das legendäre Spaghetti-Eis. Aber auch einen Tropical Becher mit mehr oder weniger exotischen Früchten oder einen After Eight Becher.

Meine liebe Freundin Feli hat auf ihrem Blog Köln-Fimmel einen Artikel über die Eisdielerin in Ehrenfeld geschrieben.

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